Rückfall in alte Zeiten.

Oktober 30, 2014

6278924151_faf00b3aa4_n
by Symic

Was hab’ ich heute gegessen?

Mehrere Brote mit Schokoladencreme.
Zwei Aufback-Baguettes.
Ziemlich viele Backofen-Pommes. Mit Mayonnaise.
Noch mehr Schokolade.
Einen Apfel. (Also. Mach ich gleich.)(*räusper*)

Wird Zeit, dass die Familie wieder kommt.


Zeit! Zeit! Zeit! Alles meins!

Oktober 28, 2014

Sonntagmorgen ist der Gatte mit den Lieblingskindern in die Dolomiten gefahren.
Ohne mich.
Vorausgegangen ist dem Ganzen das große Hadern:
Ist es wirklich, WIRKLICH in Ordnung, wenn ich nicht mitfahre? Müsste ich nicht dabei sein? Sind wir nicht selten genug mal zu viert unterwegs? Bin ich eine schlechte Mutter, wenn ich einfach so ohne besonderen Grund zu Hause bleibe? Also nicht mindestens mit irgendeinem Bruch oder so aufwarten kann, der mir das Bergwandern unmöglich macht?

Oder reicht die Tatsache, dass ich gar nicht mal sooo tief in mir drin eine bemerkenswert starke Sehnsucht danach verspüre, erstmalig seit nun immerhin guten zehn Jahren mal wieder eine gewisse Zeit am Stück mich um so überhaupt gar nichts kümmern zu müssen, außer um mich selbst?

Ich vermisse sie, natürlich.
Aber ich stehe auf, wenn ich wach werde, gehe ins Bett, wenn ich müde bin, esse, wenn ich Hunger habe, treffe mich mit Freundinnen, wenn sie anrufen und sagen: “Hey, du bist doch gerade kinderlos – hast du Lust, mit mir etwas Trinken zu gehen?”
Und ich sage “Ja”, einfach so, ziehe mir etwas über und verlasse das Haus. Einfach so!
Luxus. Echt jetzt.

Im Moment sitze ich hier, höre das oben angepinnte Lied (laut) (sehr laut) (zum bereits dritten Mal) und warte darauf, dass eine weitere Freundin von mir hier klingelt, damit wir zusammen Essen gehen können.
Und DANACH vielleicht etwas Trinken.
Gestern hab’ ich erstmals in meinem Leben einen Cocktail namens “Pernelle” ausprobiert, und ich bin geneigt, mein Wissen diesbezüglich zu erweitern.

Ich vermisse meine Familie wirklich. Und ich werd’ mich freuen wie verrückt, wenn sie am Freitag wieder hier aufschlagen werden.
Aber bis dahin genieße ich jede. Einzelne. Sekunde.


So.

Oktober 23, 2014

4264037742_99b6c8e4b2_n
by Horia Varlan

Und während ich jetzt den Erstling sehr neugierig beobachte, mach’ ich mal mit dem Folgeband weiter.

Mit diesem hier nämlich:

http://www.wattpad.com/story/24736842-keep-on-rocking

Und damit wäre für die nächsten Wochen, glaube ich, alles zum Thema “Bücher” gesagt. (o:

(Vielleicht muss ich ab und an Terry Pratchett erwähnen. Aber das zählt nicht mit.)


Vorhang:

Oktober 16, 2014

4268896468_9befb04ca0_n
by Horia Varlan

http://www.wattpad.com/story/18644911-keep-on-dreaming

Das ist es.
Das Buch.
Mein Buch.

Es ist vielleicht nicht unbedingt das Buch, von dem man hätte erwarten können, dass ich es schreibe.
Jugendliteratur, Musik, Rock, Bands. Romantik.
Na ja, vielleicht hätte man doch erwarten können, dass ich es schreibe.

Es beinhaltet etwa drei Monate Arbeit, und zum Schluß hab’ ich mich nebenbei eigentlich nur noch auf’s Atmen beschränkt.

Das war der ergreifende Teil dieses Textes.

Jetzt – Werbung:
Mit diesem Buch beteilige ich mich an einem Wettbewerb des Piper-Verlags. Dem Gewinner winkt – noch in sehr weiter Ferne – eine Veröffentlichung seines Textes als Buch. Im Piper-Verlag. Ist klar, ne.

Wer dieses Buch also gut findet, und es in naher Zukunft gerne gedruckt sehen würde (oder wer mich mag oder einfach nur ein netter Mensch ist), der hat die Möglichkeit, ab dem 15. Dezember bei Wattpad unter dem obigen Link für das erste Kapitel zu voten.
Kommentare kann man übrigens auch abgeben, und ich bin für jegliche Hinweise in Richtung “Da fehlt ein Komma” oder “Hatte er nicht eben noch blonde Haare?” wirklich dankbar. Alle, die das Bedürfnis haben, irgendeine Variante von “Oh Gott, wie schrecklich!” drunterzusetzen, bitte ich allerdings, dies mit einem Mindestmaß an Einfühlungsvermögen zu tun. Ich sitz’ hier ohnehin schon mit zitternden Händen.
Voraussetzung für’s Kommentieren und Voten ist eine Anmeldung bei Wattpad, nur mal so als Vorwarnung. Dazu reichen Mailadresse und Nickname allerdings aus.

Und jetzt – der komplizierte Teil:
Alle Stimmen, die vor dem 15. Dezember für das erste Kapitel abgegeben werden, sind leider ungültig. Die Kapitel 2-49 können aber natürlich jederzeit mit Sternen versehen werden.

Unnötig zu erwähnen, dass ich über jede Stimme ab jetzt für die Kapitel 2 – 49, und ab dem 15. Dezember für Kapitel 1 ziemlich beglänzt sein werde, oder?
Irgendein sehr ausgeprägter Teil in mir versucht nämlich bereits seit Tagen, mein dezentes Selbst niederzutrampeln mit Vorschlägen wie: Sprich doch einfach die Frau neben dir in der U-Bahn an.

Sollte ich in naher Zukunft mit ernstem Gesicht und einer ausgedruckten Ausgabe von “Keep on Dreaming” zwischen den Leuten mit den “Wachtürmen” neben einem U-Bahn-Eingang stehen, dann wäre es schön, wenn mich jemand sanft nach Hause führen würde.

(Und wenn ich jetzt gleich auf “Senden” klicke, dann werde ich mich übrigens fühlen, als stünde ich gerade auf dem Eiffelturm und würde die Blätter meines Manuskriptes in alle Winde werfen.)


Done.

Oktober 7, 2014

6864553512_0151d9834f_n
by BHEROO GALLERY

Ich hatte doch neulich mal dieses neue Projekt erwähnt, in das ich mich ein bisschen verbissen habe?
Gerade eben ist es fertig geworden.
Und man sollte meinen, dass mir jetzt nach Tanzen und Singen wäre, aber nein: Ich glaub’, ich heul gleich.

Ich meine, seit WOCHEN beschäftigt mich quasi kaum etwas anderes mehr, den halben Urlaub über saß ich am Rechner, derweil die Familie den Strand rauf und runter spazierte, und wenn ich jetzt sage, dass ich mich in in dieser Zeit in einer Art Parallelwelt befand, dann übertreibe ich nur geringfügig.
Also, eigentlich gar nicht.

Und jetzt ist es fertig, und auch wenn ich natürlich noch ein bisschen daran herumbasteln werde, die eigentliche Schöpfungsphase ist abgeschlossen, die Entwicklung beendet, und ich habe gerade das Gefühl, als müsste ich mich von einer mir sehr nahestehenden Person verabschieden.
Eigentlich sogar gleich von mehreren.

Und was, bitte schön, soll denn jetzt diesen Platz einnehmen?!
(Ich glaub’, ich fang gleich etwas Neues an.)


Dezent geht anders.

Oktober 2, 2014

Seit Mitte September spielt die Tochter neben Klavier ja auch noch Horn.
Hatte ich das bereits erwähnt?

Heute hat sie zum ersten Mal zu Hause geübt.
Und ich sag ja nix, oder hab’ ich was gesagt?

*seufz*


Was sagt der Sohn, der mit dem Papa zur Herrentoilette geht und dort auf dieses Bild trifft?

September 29, 2014

IMG_4328
by goodytales

Schafe!


Fußball

September 27, 2014

8168644501_6d58f6ed0a_n
by Joe Shlabotnik

Jahrelang habe ich gehofft, der Kelch werde an mir vorübergehen, jedoch: Seit einem halben Jahr will der Sohn zum Fußballtraining.
Vor meinem geistigen Auge zogen da ja Bilder wie diese vorbei:
Kleine Jungs mit hoffnungslosem Blick auf der Ersatzbank, Eltern, die sich quer über das Spielfeld gegenseitig niederbrüllen, und Väter, die ihren Söhnen hinterherrufen: “Mach’ ihn platt!”
Und das hab’ ich mir nicht gerade eben pessimistischerweise ausgedacht, sondern Erzählungen diverser Freundinnen entnommen, deren Kinder in einen Fußballverein gehen.

Fechten? Kinderturnen? Ein gutes Buch?
Nein und nein und nochmals nein. Fußball.

Äußerst skeptisch bin ich daher am vergangenen Freitag mit Liam zu einer kleinen Fußballtruppe im Viertel seines Kindergartens gezogen. In allererster Linie dafür sprach eigentlich nur die Tatsache, dass bereits einer von Liams Freunden dort trainiert, und ich dessen Eltern mitsamt ihren Ansichten an sich sehr zu schätzen weiß.
Eine völlige Katastrophe wird’s dann wohl hoffentlich nicht werden, dachte ich so bei mir, und im Zweifelsfall zwinge ich ihn eben doch zu Taekwondo.

JETZT aber – spricht neben Liams Freund auch noch all dieses dafür:

Jungen spielen gemeinsam mit Mädchen. Bedeutet im konkreten Fall: Liams beste Freundin Annie war am Freitag ebenfalls dabei und spielt auch in Zukunft mit.

Alle Kinder trainieren und spielen gemeinsam. Niemand muss auf irgendwelchen Bänken sitzen, sofern er dies nicht selbst will.

Mitten im Spiel lagen auf einmal zwei kleine Jungs und ein Mädchen bäuchlings im Gras und zupften versonnen plaudern Grashalme ab. Als der Trainer auf sie zustürzte, tat er dies nur, um sich alle drei unter den Arm zu klemmen und neben dem Spielfeld abzulegen. (Dort zupften sie weiter.)

Alle Kinder sind derart begeistert bei der Sache, dass sie mitten im vollen Lauf immer mal wieder kleine “Ich bin so glücklich”-Hopser einlegen. (Und ich lag mehr als einmal am Boden vor Lachen, weil mir einfach nicht aus dem Kopf wollte, wie es wohl aussehen würde, wenn Bastian Schweinsteiger oder Philip Lahm beim Anflug auf das Tor ähnliche Freudensprünge aufführen würden.)

Im Gegensatz zur älteren Fußballgruppe auf dem Platz nebenan spielt die jüngere Gruppe – zu denen Liam gehört – so:
Ein Kind steht auf der einen Seite im Tor.
Ein Kind steht auf der anderen Seite im Tor.
Der ganze Rest befindet sich in einer riesigen Staubwolke im Umkreis von vier Metern um den Ball herum. Das allein wäre schon so herzergreifend in all seiner Leidenschaftlichkeit, dass ich es auch ohne den folgenden Vorfall erwähnt hätte:
Ein Junge im Pulk schießt ein Tor und rennt jubelnd in sein Feld zurück. Leider hat der Rest seiner Mannschaft im allgemeinen Balltrubel dies überhaupt nicht mitbekommen, weshalb die komplette Truppe suchend dem Ball hinterher- und an dem glücklichen Torjäger vorbeiläuft. Der schaut den abziehenden Kindern einige Sekunden verwirrt hinterher, hüpft dann zweimal in die Höhe und ruft “Tor! Tor!” (während die anderen Kinder verwirrt nach dem Ball Ausschau halten).

Nach zwei Stunden ist das Training zu Ende, aber die Hälfte der Kinder (inklusive Liam) organisieren spontan noch ein kleines Fußballspiel danach – weil’s gerade so Spaß macht.

Liam will also unbedingt wieder hin.
Ich auch. (o:


Augenblick.

September 25, 2014

542497582_679b6396ea_n
by Muffet

Sohn: Mama, ich hab’ Durst.
Ich: Dann trink was.
Sohn verschwindet, kommt wieder.

Sohn: Ich krieg die Flasche nicht auf. Wie rum muss ich da drehen?
Ich: Gegen den Uhrzeigersinn.
Sohn verschwindet, kommt wieder.

Sohn: Da ist gar keine Uhr auf dem Deckel drauf.


Und jetzt alle!

September 22, 2014

Aus aktuellen Grund wühle ich mich gerade durch all die alten Songs hindurch, die mich Jahre meines Lebens begleitet haben, und gerade erst heute morgen habe ich mir mit Liam auf dem Schoß einen kurzen Konzertausschnitt obiger Band angesehen.
Und ist es nicht ganz erstaunlich, über wie viele Schubladen so ein Hirn verfügt?
Sehr weit hinten öffnete sich nämlich eine davon, und ich stellte fest, dass ich so mehr oder minder alle Songs noch auswendig mitsingen kann (wenn man das nämlich nicht kann, ist das erstens ein Zeichen dafür, dass man den jeweiligen Song noch nicht oft genug gehört hat, und zweitens macht jedes Konzert nur halb so viel Spaß).

Danach gingen wir Zähneputzen, und es gehört zum festen Ritual, dass Liam seinen Mund aufsperrt, während ich singe.
Und weil der Sohn ähnlich begeistert vom musikalischen Repertoire der eben gesehenen Band war, wie seine Mutter (gutes Kind), entertainte ich spontan “Remember You” – großes Kino. Liam war begeistert, ich auch, und noch auf dem Weg nach draußen summte ich das Lied vor mich hin.
Während wir hinunter in die Garage trotteten, gab ich entsprechend nur zu gern Liams Wunsch nach, das Ganze noch einmal laut zu singen. Unsere Garage verfügt über eine großartige Akustik und hingebungsvoll bewundert vom Lieblingssohn legte ich eine ziemlich gute Performance hin.
Während ich unsere Räder aufschloss und jeder sich abfahrbereit machte, kam ich bis zum etwas leidenschaftlicher vorgetragenen Teil, der in dem Video etwa bei 4.09 beginnt, und ich war etwa bei 4.32, bevor mir endlich auffiel, dass die ganze verflixte Zeit lang ein dämlich grinsender Nachbar bei leicht geöffneter Autotür in seinem dämlichen Auto saß.
Ha ha.
(So etwas ähnliches ist mir schon einmal passiert – ich bin mir noch nicht so ganz schlüssig darüber, welche Situation ein kleines bisschen peinlicher war.)


Folgen

Erhalte jeden neuen Beitrag in deinen Posteingang.

Schließe dich 36 Followern an