Pam Ann

Mai 10, 2008

Dieses youtube Kunstwerk hat eine gute Freundin von mir entdeckt, und es ist SO gut, dass ich jetzt einfach alle daran teilhaben lassen muss.
Unbedingt.

Es folgt sehr dicht - die Zugabe:

Nikola - dankedankedanke!


Sesam, öffne dich

Mai 8, 2008


by Nico Kaiser

Die New Yorker Subway öffnet an jeder Station großzügig alle ihre Türen. Dazu muss niemand auch nur einen Finger rühren - sie tut das ganz von alleine.

Ich weiß das.
Der Münchner im Allgemeinen aber nicht.

Und deshalb stoße ich auch nicht auf allzu großes Verständnis, wenn ich in der U-Bahn stoischen Blickes in vorderster Reihe die Türen fixiere, jedoch keine Anstalten mache, selbige zu öffnen.
Irgend ein außerordentlich New York-geprägter Teil in mir lässt mich in aller Ruhe abwarten - bis der Arm eines genervten Hintermannes sich an mir vorbeidrängelt, um den Knopf zu drücken, bevor die U-Bahn weiter fährt.

Glücklicherweise gelang dies bisher immer rechtzeitig.
Ich fühle mich schon einigermaßen unangenehm berührt, wenn ich die irritierten Blicke der sich zerstreuenden Menschenmenge ertragen muss, und ich bin sehr sicher, dass ich eine Fahrt bis zur nächsten Station zwischen all den “Ist die doof?”-Gedankenblasen nicht überstehen würde.


Merke:

Mai 6, 2008


by Hanataro

Das geht in Ordnung:
Das kochende Nudelwasser in den Ausguss kippen.

Das nicht:
Sekunden später mit bloßen Händen nach dem im Spülbecken liegenden Schwammtuch greifen, um einen Tomatensoßenklecks wegzuwischen.


Bericht.

Mai 4, 2008


by otzberg

Das Kind ist Ruderboot gefahren. Es hat sich mit vier jungen Katzen angefreundet und auch mit der dazugehörenden jungen Besitzerin. Es ist Trampolin gehüpft wie ein Berserker und versehentlich mit Schuhen und Socken in den See gestiegen. Es hat mit Mia und Maja am Seeufer eine ziemlich beeindruckende Steinesammlung angelegt und bekam vom Bäcker jeden Morgen eine Zuckerschaummaus. Es hat einem Bauer sehr geduldig zugesehen, der mit einem am Traktor angehängten Mini-Bagger eine riesige Baumwurzel in einen Hänger verfrachtet hat. Es hat Malsteine gefunden und Wiesenblumen gepflückt. Es hat im Sonnenschein auf dem Balkon gefrühstückt, ein Huhn fast gestreichelt und vier riesige Ziegen gesehen, die im wilden Galopp hinter einem Fahrrad her rasten. Es ist über Baumstämme balanciert, hat sich in der Schaukäserei einen nicht unbedingt kindgerechten Vortrag über die Kunst des Käsemachens angehört und sich anschließend mit frischem Käsekuchen getröstet. Es ist mit dem großen Ausflugdampfer einmal um den See geschippert und hat morgens um halb acht Kühe gefüttert.
Es hat geangelt, mit einer selbstgemachten Angel. Einmal hat ein Piranha angebissen.

Ich hab’ auf den See geschaut.
Das Wetter war prima.


Urlaub!

April 30, 2008


by Axel V

Ich habe vor, mich die nächsten vier Tage lang völlig zu entspannen.
Ich werde in der Sonne liegen, Bücher lesen, mit meinem Kind spielen und mit dem Gatten plaudern, lecker Essengehen und ansonsten stundenlang nur auf den See gucken.
(Ab und an guck’ ich der Abwechslung halber vielleicht mal auf eine Ente)

ICH bin bereit.
Ich hoffe, das Wetter ist es auch.


Montagmorgen, Viertel vor acht

April 28, 2008


by Alberto Marín

Die Sonne scheint
Der Urlaub rückt näher
Der Gatte weilt mal wieder in München
Das Kind verabschiedet sich mit: “Ich hab’ Dich lieb, Mama”
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= Ich muss die ganze Zeit singen


Slamball

April 27, 2008

Ich will jetzt besser gar nicht so genau wissen, welche Schlussfolgerungen sich daraus ziehen lassen, wenn ich feststelle:
Das würde ich mir auch ansehen.


Schneller, weiter, mehr!

April 25, 2008


by brotkrumenspur

Nathalies Unterhaltungen mit ihren Freunden sehen derzeit meist so aus:

“Mein Essen ist noch ganz heiß.”
“Meins ist heißer!”

“Ich war erster!”
“ICH war erster!”

“Schau mal, ich hab’ ein Auto.”
“Ich hab’ auch ein Auto. Meins ist größer.”

Beim Malen mit dem besten Freund muss vorab geklärt werden, wer zuerst ein Blatt Papier bekommt, und wer auf dem höheren Stuhl sitzen darf.
Später wirft meine Tochter einen Blick auf die neben ihrem Bild liegenden Stifte und verkündet zufrieden:
“Ich hab’ acht Stifte. Ich hab’ mehr als du!”
Die Antwort ihres Freundes kommt sofort und ist nicht überraschend:
“Nein, ich hab’ mehr!”

Beide zählen schnell noch einmal durch.

“Ich hab’ acht!”
“Ich hab’ fünf!”
“Dann hast du weniger als ich!”
“Nein, hab’ ich nicht!”

Drei Sekunden lang sehen sie sich starr in die Augen.
Dann greifen beide in die Schachtel und beginnen in lautloser Verbissenheit Buntstifte vor sich aufzuhäufen. Als das letzte Wachsmalstiftbröckchen herausgeklaubt ist, werfen beide einen skeptischen Blick auf den Stapel des anderen, verzichten dann jedoch - da zahlenmäßig überfordert - auf weitere Diskussionen.

Einige Minuten malen beide schweigend vor sich hin.
Dann:

“Mein Bild ist schöner als deins.”
“MEINS ist schöner!”
“Beide sind schön.”
“Ja.”
“Aber MEINS ist bunter”

Wann hört diese Phase wieder auf?


Puh.

April 23, 2008


by damonabnormal

Wenn man auf nüchternem Magen in einem brauereidunstgeschwängerten Viertel mit dem Fahrrad hinter einem Müllwagen her fährt, dann muss man sich wirklich ziemlich zusammenreißen.

Und wenn man dann noch mit einem Schlenker dem Ergebnis eines Unglücklichen ausweichen muss, der sich ganz offenbar nicht zusammenreißen konnte, dann fühlt sich so ein Mittwochmorgen schon ziemlich verkorkst an.


Mieser als Mehlmotten und Spinnen zusammen

April 21, 2008


by waɪ.tiː

Gestern war ein ganz wunderschöner Tag, und Nathalie und ich haben ihn mit diversen Nachbarn und einer Zecke zusammen im Garten verbracht.
Die Kinder spielten im Sandkasten, wir Eltern lagen barfüssig auf Decken, aßen Äpfel und Kuchen, und die Zecke hatte es sich auf meinem linken Fuß gemütlich gemacht.
Abends sanken wir sonnenwarm in die Betten, durch und durch mit der Welt im Reinen.

Heute früh dann machte mich ein fieses Jucken auf den Zeckenstich aufmerksam.
Hypochonderin die ich bin, habe ich mich sofort in die Krankheitsbilder von FSME und Borreliose eingelesen, und nun sitze ich hier und warte auf die ersten Symptome.

Ich gebe zu, die Tatsache, dass ich die Zecke nicht mehr zu Gesicht bekam, mindert ein kleines bisschen die Wahrscheinlichkeit, elendiglich an einer Meningoenzephalitis zu verenden. Und ja, selbst wenn es wirklich und wahrhaftig eine Zecke und kein blödes anderes Stechtier war, muss diese nicht mit fiesen Erregern durchseucht gewesen sein. Und falls doch, muss ich mich nicht infiziert haben, und wenn dies doch der Fall wäre, könnte das Ganze auch harmlos ablaufen. Und es soll auch welche geben, die schwerere Krankheitsverläufe überlebt haben, ja, ja.

Aber irgendeiner gewinnt auch im Lotto.

(Würde mich bitte mal jemand zur Besinnung schütteln?)