Da geht sie hin…

Mai 18, 2013

… in den Urlaub nämlich.

Und damit das nicht weiter auffällt, lass’ ich euch ein kleines RHCP-Video da.
(Ist ja auch schon wieder 79 Tage her.)

Hier dann gewohnt mit neuerworbener Frische nächsten Montag wieder.

Schöne (und trockene) Pfingstfeiertage euch allen!


Ungerecht.

Mai 15, 2013

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by Elle Disco

Meine Tochter hat früher immer “Näppenot” zu Knäckebrot gesagt.
Und “Dabbefell” zu Karussell, “Teichlolla” zu “Teigroller und “Wei” zu “Frau”.
Letzteres warum auch immer.

Es gibt ein halbes Buch über Nathalies Wortschöpfungen, und ich fühle mich gerade wie eine ganz, ganz miese Mutter, weil ich mir eben klar gemacht habe, dass ein solches Buch für Liams Kreationen nicht existiert.

Von Nathalies Füßchen habe ich auch im ersten Lebensjahr alle zwei Monate Wasserfarben-Abdrücke gemacht, von Liams Füßen nicht.
Und während ich mit der Tochter früher zwischen Krabbelgruppe, musikalischer Früherziehung und Kinderballett herumgetingelt bin, hatte ich Jahre später den Sohn lediglich im Tragetuch dabei, wenn ich mit Nathalie zum Kinderschreinern und zum Taekwondo eilte.

Und das liegt nicht ausschließlich daran, dass Liam bisher so überhaupt gar kein Interesse an jeglichen koordinierten Aktivitäten neben dem Kindergarten hat und gerade neulich erst das Kinderturnen grundlegend für blöd erklärte (weshalb er da nun derzeit nicht mehr hingeht).

Nein, es liegt ganz eindeutig eher daran, dass sich mein Fokus, den ich früher ausschließlich auf Nathalie gerichtet habe, mittlerweile auf zwei Kinder richtet.
Und natürlich auch an der Tatsache, dass vieles, was mir für Nathalie noch unabdingbar wichtig erschien, mittlerweile nur noch ein abgeklärtes Schulterzucken hervorruft.

Mit einem schläfrigen Kleinstkind auf dem Schoß inmitten von sieben bis acht anderen Müttern “A, B, C, die Katze liegt im Schnee” singen und anschließend mit dem immer noch müden und daher eher unlustigen Kind auf dem Rücken als lustiges Schlittenpferd durch den Raum galoppieren?
Och nö, lieber nicht.

Ich denke mittlerweile auch nicht mehr, dass Vierjährige sich besser schon einmal nach einem geeigneten Instrument umschauen sollten. Oder den Extra-Malkurs von 16.00 bis 18.00 Uhr im Kindergarten keinesfalls verpassen dürfen.
Ehrlicherweise bin ich mit der Einstellung meines Sohnes, dass alles Glück der Erde auf dem nächsten Spielplatz, zur Not auch noch im Garten, liegt, völlig im Reinen.

Dennoch.
Früher sagte Liam “raubich” zu “traurig”, “Krabbel” zu “Krabbe” und “Leckerling” zu “Schmetterling”
Und wenn ich mir jetzt gleich ein Buch suche, um festzuhalten, was mir sonst noch einfällt, dann schreib’ ich da auch noch rein, dass er seinen guten Freund Jakob bis heute “Jakopf” nennt.

(Und heute Abend werden Füßchen gedruckt. Von beiden Kindern. Jawohl.)


Unbeeindruckt.

Mai 10, 2013

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by zigazou76

Ich stehe stoischen Blickes mit dem Fahrrad an der Ampel und warte auf Grün.
Hinter mir sitzt der Sohn und macht:
“Üüüüüüüüuuuuuuuüüüüüüuuuuuüüüüüüüuuuuuuüüüüüüüuuu!”

Also, ehrlicherweise klingt es eher wie:
“ÜÜÜÜÜÜÜUUUUUUÜÜÜÜÜÜÜUUUUUÜÜÜÜÜÜÜUUUUÜÜÜÜÜÜUUUU!”

Knurrt ein Mann:
“Kannst du damit mal aufhören!?”

Schnappt der Sohn:
“Meine Mama ist ein Polizeifahrrad! Siehst du das nicht?!”

(Patt.)


Klebrige Tage

Mai 4, 2013

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by misko13

Sind solche Tage:

Die Schwester streitet mit dem Bruder, der Bruder streitet mit dem Papa, der Papa streitet mit der Schwester, und die Mama hopst immer mal wieder hindurch und sagt Dinge wie: “Müsst ihr eigentlich DAUERND streiten!?”, und: “Könnt ihr mal aufhören, hier rumzubrüllen?!”, oder: “Das muss doch auch anders gehen!”

Draußen scheint die Sonne, und alle Menschen um mich herum scheinen zu Ausflügen aufzubrechen oder von Ausflügen nach Hause zu kommen, nur meine Familie mault sich durch den Tag. Die Kinder wollen Computer spielen oder “Cats” auf DVD gucken, und auf jeden Fall nicht hinaus in den Garten gehen, wo die Nachbarskinder fröhlich auf dem Trampolin herumhüpfen.

Abends gegen halb Acht fühle ich mich von all dem Gequengel und Genörgel und dem missmutigen Schweigen um mich herum derart ausgelaugt, dass ich es gerade noch so schaffe, trübsinnig aus dem Fenster zu gucken, statt den Kopf in fünfsekündigen Abständen gegen eine Wand zu dotzen.

Kann mal jemand ein bisschen Unbeschwertheit und Frohsinn verbreiten, bitte?
Irgendein Lob, ein Kompliment, eine Variante von “Was ich Dir schon immer einmal sagen wollte” von der positiven Sorte?

(Geht sich ein paar rosa Blumen zu Anschauen suchen.)


The Other F Word

Mai 1, 2013

Hab’ ich jemals eine Film-Empfehlung ausgesprochen?
Irgendwann?
Jemalsje?
Ein einziges Mal?

Hab’ ich nicht.

Deshalb: Diese ernst nehmen.
Unbedingt.


Unverdrossen.

April 30, 2013

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by somegeekintn

Heute morgen bin ich aufgewacht und hatte gute Laune.
Einfach so.
Gibt’s ja auch mal.

Das Wetter ist nicht wirklich prickelnd, aber egal:
Ich bin gut gelaunt.

Die Tochter mault mich im Badezimmer an:
Was soll’s. Keep smiling.

Im Kindergarten streiten sich gerade zwei Mütter um was auch immer:
Kann ich überhören. Die Laune hält.

An der Ampel hupt ein Autofahrer wie wahnsinnig auf einen Radfahrer ein, der sich nicht stante pede in Luft auflöst. Nicht schön… nicht schön… nichtsdestotrotz:
Ich halte an meiner guten Laune fest.

Beim Bäcker drängelt sich einigermaßen rüde ein älterer Mann vor mich, als ich gerade meine Bestellung aufgeben will. Inklusive “Ich bin ein älterer Mann, und du kannst mir gar nix”-Blick:
Ich. Bin. Gut. Gelaunt.
Komme, was da wolle.

Auf dem Weg nach Hause umfahre ich vorausschauend einen Hundebesitzer, seinen Hund und die quer über den Radweg hängende Hundeleine und schaffe es danach nicht, mein Rad im rechten Winkel herumzureißen, um sofort wieder meinen mir zugewiesenen Platz einzunehmen. Eine Mittfünfzigerin patzt mir griesgrämig und lebensunfroh ein “Blöde Kuh” ins Gesicht.

Und jetzt.
Fühl’ ich mich doch ein bisschen schlecht.

(Morgen auf ein Neues.)


Subtile Werbung.

April 26, 2013

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by Kira

Von Weitem versuchte mein Hirn übrigens noch, eine Eistüte daraus zu machen.
Schokoladeneis, ihr versteht schon.

Das kann ich jetzt nie wieder essen.


Augenblick.

April 25, 2013

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by timohmeyer

Vorhin im Kinderschuhladen wollte ein etwa Zweijähriger wirklich sehr, sehr gerne auf die Minirutsche.
Seine Mutter wollte das nicht.
Und nachdem der Junge erwartungsgemäß zu nölen anfing, hat seine Mama in den etwa vier Minuten, in denen sie ihn grob in seinen Buggy quetschte, folgendes zu ihm gesagt:

“Wenn du dich steif machst, dann muss ich dir halt weh tun. Deine eigene Schuld.”

“Du weißt genau, dass du keine Chance hast.”

“Ich zwick dich nur ein, deine Schuld.”

“Da kannst du schreien, wie du willst, mir doch egal.”

“Ja, brüll nur, brüll nur weiter. Ich geb’ dir gleich Grund zu brüllen.”

Und jetzt wollen wir mal alle ganz stark hoffen, dass es sich hier nur um einen überforderten Moment gehandelt hat, in dem diese Mutter sich gar nicht mehr zu helfen wusste und ihr die Gefühlskälte fünf Minuten später (oder wenigstens eine halbe Stunde später) schon wieder leid tat und all das.
Und nicht um Alltag.

(Da kann die Sonne scheinen wie verrückt, so etwas zieht trotzdem runter.)


Spontanausflug.

April 22, 2013

Gestern beim Frühstück erklärte Liam resolut, er werde später einmal Baggerfahrer werden. Und weil wir ohnehin so gar nichts anderes auf dem Programm hatten und mir bereits seit Tagen ein sehr beeindruckendes Kipplaster-Bild der diesjährigen bauma nicht mehr aus dem Kopf ging, packte ich die Kinder zusammen und fuhr mit ihnen zum Messegelände raus, um anschließend beiden knappe sechs Stunden lang beim Raus- und Reinklettern in Kehrwagen, Monstertrucks, Bulldozern, Riesentraktoren, Gabelstaplern und Baggerschaufeln zuzusehen.

Sie saßen im Kransimulator und durften auf einem echten Kran in die Höhe steigen, kletterten die Stufen zu einem der monströsesten Kipplaster hinauf, den eine Baumaschinenfirma je geschaffen hat – diesen hier übrigens:

… und Liam ergatterte nach der Doosan-Show der tanzenden Minibagger (siehe oben) ein Basecap von Bobcat mit Bagger darauf, für das er die bisher getragene Liebherr-Basecap sofort absetzte (und die er danach nicht einmal beim Zubettgehen wieder auszog).

Beim einzigen Wutanfall des Tages ging es um die Tatsache, dass ich Liam keinen Bagger zu kaufen gedachte.
“Du hast schon zwei kleine Bagger, Liam”, erklärte ich, während ich zwischen den Menschenmassen und Baumaschinen nach dem Weg zur U-Bahn suchte.
“Und einen etwas größeren Schaufellader hast Du auch noch.”
“ICH WILL EINEN RICHTIGEN BAGGER!”, brüllte der Sohn und machte Anstalten, sich an den nächstbesten Vier-Meter-Reifen zu ketten.
Weder die Tatsache, dass wir keinen Platz für einen solch riesigen Bagger hätten (“Du kannst ihn in den Garten stellen”), noch das Argument, dass er mit seinen vier Jahren ja noch gar keinen echten Bagger fahren dürfe, konnten ihn beeindrucken (“Du kannst ihn für mich aufheben!”).

Später in der U-Bahn fand ich dann die Aufmerksamkeit, die Liam aufgrund seiner Bobcat-Cap auf sich zog, so lange merkwürdig, bis sein Kopf plötzlich nach vorne fiel und mir klar wurde, dass er tatsächlich im Stehen gegen meine Beine gelehnt eingeschlafen war. Die nächste halbe Stunde schleppte ich daher nicht nur eine riesige Tasche, angefüllt mit Caps, T-Shirts, Liebherr-Katalogen, Trinklerflaschen, Essensdosen und sonstigem Krams durch die Gegend, sondern obendrein auch noch einen Vierjährigen mit schlackernden Gliedmaßen und dem Gewicht eines kleinen Sack Zements, was wiederum viele, viele Menschen um mich herum dazu brachte, mehr oder minder verstohlen ihre Handys zu zücken. Vermutlich gibt’s bereits irgendwo ein youtube-Video von uns zu sehen.

(Als heute morgen allerdings Liam in die Küche trottete, auf dem verstrubbelten Schopf die Bobcat-Cap und unter’m Arm den Liebherr-Katalog, da hab’ ich dann auch das ein oder andere Foto gemacht, doch.)


Mist.

April 18, 2013

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by Leeber

Gestern war ich im Kindergarten mal wieder mit Kochen dran.
Einmal mehr wurde eine Suppe gewünscht, und was das betrifft, bin ich ja die Fachfrau schlechthin – Pi mal Daumen für sechzehn Kinder und drei bis vier Betreuerinnen die benötigte Menge abzuschätzen, gehört inzwischen zu meinen leichtesten Übungen.

Den Topf samt seinem noch recht heißen Inhalt transportierte ich dann in Liams Kindersitz mit dem Fahrrad zur Einrichtung, und ja, ja, JA – irgendwann musste das ja mal passieren: Ein Autofahrer, der ohne nach hinten zu schauen die Fahrertür aufreißt in Kombination mit einem zweiten Autofahrer, der sich direkt neben mir befindet, zwingt mich zu einer Vollbremsung, und was dabei passiert, das wollte ich eigentlich gar nie so genau erfahren müssen.

Da helfen auch die kleinen Tesazipperlein nicht mehr, die den Topfdeckel an seinem Platz halten sollten.

Den Hosenboden mit heißer Kartoffelsuppe getränkt fuhr ich dann erst einmal wieder nach Hause, wo ich – nachdem ich mich und den Sitz gereinigt hatte – den Topfinhalt wieder auf das geforderte Maß aufstockte.

(Immerhin hat sich der Türaufreißer gleich mehrmals bei mir entschuldigt. Nach einem Blick in mein Gesicht hätte das mit ziemlicher Sicherheit aber selbst Jack the Ripper getan.)


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