Meine ganz persönliche Nachdruckverleiherin

März 29, 2008

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by waɪ.tiː

Egal, über welches Thema mein Mann und ich derzeit diskutieren, Nathalie verhilft mir jedes Mal zu einem “2:1″-Ergebnis.
Geraten wir beim Mittagessen über die Vor- und Nachteile eines Wikis gegenüber des klassischen Forums aneinander, wirft das Kind mit ernster Miene hin und wieder “Also, Papa! Die Mama hat Recht, oder Mama?” ein, und bequemerweise nicke ich dann einfach.

Begeistert und unkritisch geißelt unsere Tochter den Gatten für die falsche Lieblingsfarbe und weist ihn mitleidlos darauf hin, dass die Silberlöffel in der Spülmaschine nichts verloren haben. Ich persönlich finde das ja schon irgendwie sehr niedlich, meinen Mann dagegen beschleichen vermutlich hin und wieder Inquisitionsgefühle, vor allem wenn Nathalie ihrem Papa bis ins Schlafzimmer hinterhermarschiert, um ihn einigermaßen penetrant über seine Rechte hinsichtlich der im Bad auf dem Fußboden liegenden Socken aufzuklären.
Sollte Nathalie einmal rein akustisch so wenig mitbekommen haben, dass es ihr nicht gelingt, meine letzten Worte mit vorwurfsvollem Unterton zu wiederholen, dann übt sie sich zumindest in beinahe ebenso vorwurfsvollem Nicken und Augen aufreißen.

Im Bezug auf Nathalie selbst ist mein Wort jedoch leider nicht Gesetz. Wenn ich also zum Mann sage, er solle doch bitte die Handtücher nach dem Abtrocknen wieder ordentlich über die Stange hängen, dann nickt die Tochter gewichtig und wirft strafende Blicke in Papas Richtung. Stelle ich jedoch im Anschluss fest, dass selbiges natürlich auch für Nathalie gilt, erhalte ich einen ungläubigen Blick und ein entrüstetes “Aber dazu bin ich noch zu jung, Mama!”

Nun ja.
Man kann halt nicht alles haben.

Eine Antwort zu “Meine ganz persönliche Nachdruckverleiherin”

  1. luckyjack42 Sagt:

    Siehste, deshalb habe ich erst zwei Jungs gemacht und dann ein Mädchen! ;-)


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