Archiv für April, 2008

Urlaub!

April 30, 2008


by Axel V

Ich habe vor, mich die nächsten vier Tage lang völlig zu entspannen.
Ich werde in der Sonne liegen, Bücher lesen, mit meinem Kind spielen und mit dem Gatten plaudern, lecker Essengehen und ansonsten stundenlang nur auf den See gucken.
(Ab und an guck’ ich der Abwechslung halber vielleicht mal auf eine Ente)

ICH bin bereit.
Ich hoffe, das Wetter ist es auch.

Montagmorgen, Viertel vor acht

April 28, 2008


by Alberto Marín

Die Sonne scheint
Der Urlaub rückt näher
Der Gatte weilt mal wieder in München
Das Kind verabschiedet sich mit: “Ich hab’ Dich lieb, Mama”
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= Ich muss die ganze Zeit singen

Slamball

April 27, 2008

Ich will jetzt besser gar nicht so genau wissen, welche Schlussfolgerungen sich daraus ziehen lassen, wenn ich feststelle:
Das würde ich mir auch ansehen.

Schneller, weiter, mehr!

April 25, 2008


by brotkrumenspur

Nathalies Unterhaltungen mit ihren Freunden sehen derzeit meist so aus:

“Mein Essen ist noch ganz heiß.”
“Meins ist heißer!”

“Ich war erster!”
“ICH war erster!”

“Schau mal, ich hab’ ein Auto.”
“Ich hab’ auch ein Auto. Meins ist größer.”

Beim Malen mit dem besten Freund muss vorab geklärt werden, wer zuerst ein Blatt Papier bekommt, und wer auf dem höheren Stuhl sitzen darf.
Später wirft meine Tochter einen Blick auf die neben ihrem Bild liegenden Stifte und verkündet zufrieden:
“Ich hab’ acht Stifte. Ich hab’ mehr als du!”
Die Antwort ihres Freundes kommt sofort und ist nicht überraschend:
“Nein, ich hab’ mehr!”

Beide zählen schnell noch einmal durch.

“Ich hab’ acht!”
“Ich hab’ fünf!”
“Dann hast du weniger als ich!”
“Nein, hab’ ich nicht!”

Drei Sekunden lang sehen sie sich starr in die Augen.
Dann greifen beide in die Schachtel und beginnen in lautloser Verbissenheit Buntstifte vor sich aufzuhäufen. Als das letzte Wachsmalstiftbröckchen herausgeklaubt ist, werfen beide einen skeptischen Blick auf den Stapel des anderen, verzichten dann jedoch - da zahlenmäßig überfordert - auf weitere Diskussionen.

Einige Minuten malen beide schweigend vor sich hin.
Dann:

“Mein Bild ist schöner als deins.”
“MEINS ist schöner!”
“Beide sind schön.”
“Ja.”
“Aber MEINS ist bunter”

Wann hört diese Phase wieder auf?

Puh.

April 23, 2008


by damonabnormal

Wenn man auf nüchternem Magen in einem brauereidunstgeschwängerten Viertel mit dem Fahrrad hinter einem Müllwagen her fährt, dann muss man sich wirklich ziemlich zusammenreißen.

Und wenn man dann noch mit einem Schlenker dem Ergebnis eines Unglücklichen ausweichen muss, der sich ganz offenbar nicht zusammenreißen konnte, dann fühlt sich so ein Mittwochmorgen schon ziemlich verkorkst an.

Mieser als Mehlmotten und Spinnen zusammen

April 21, 2008


by waɪ.tiː

Gestern war ein ganz wunderschöner Tag, und Nathalie und ich haben ihn mit diversen Nachbarn und einer Zecke zusammen im Garten verbracht.
Die Kinder spielten im Sandkasten, wir Eltern lagen barfüssig auf Decken, aßen Äpfel und Kuchen, und die Zecke hatte es sich auf meinem linken Fuß gemütlich gemacht.
Abends sanken wir sonnenwarm in die Betten, durch und durch mit der Welt im Reinen.

Heute früh dann machte mich ein fieses Jucken auf den Zeckenstich aufmerksam.
Hypochonderin die ich bin, habe ich mich sofort in die Krankheitsbilder von FSME und Borreliose eingelesen, und nun sitze ich hier und warte auf die ersten Symptome.

Ich gebe zu, die Tatsache, dass ich die Zecke nicht mehr zu Gesicht bekam, mindert ein kleines bisschen die Wahrscheinlichkeit, elendiglich an einer Meningoenzephalitis zu verenden. Und ja, selbst wenn es wirklich und wahrhaftig eine Zecke und kein blödes anderes Stechtier war, muss diese nicht mit fiesen Erregern durchseucht gewesen sein. Und falls doch, muss ich mich nicht infiziert haben, und wenn dies doch der Fall wäre, könnte das Ganze auch harmlos ablaufen. Und es soll auch welche geben, die schwerere Krankheitsverläufe überlebt haben, ja, ja.

Aber irgendeiner gewinnt auch im Lotto.

(Würde mich bitte mal jemand zur Besinnung schütteln?)

Live und direkt aus unserem Wohnzimmer

April 18, 2008


by *MarS

Mein Kind spielt gerade.
Mit Max dem Löwen, Johnny Bär, einem Plüschlamm und dem Oma-Hasen.
Das klingt dann so:

“Also okay, das ist jetzt die letzte Warnung! (mit verstellter Stimme) Ich mag aber auf dem Kopf sitzen! Oh nein… (jammerndes Geräusch), jetzt weint der Max! Er ist vom Schwein gefallen! … Oh nein… er blutet am Po! Guck mal Mama, der Max blutet am Po, was können wir denn da machen? Johnny Bär, da können wir höchstens Wasser drauf schütten. Ich hol mal viel Wasser. Du willst jetzt nicht mehr reiten, oder Max? Ich geh mal eine Flasche Wasser holen und du setzt dich zu ihm ins Bett und liest ihm eine Geschichte vor, okay, Johnny Bär? (singt) Schlaf, Kindchen schlaf, der Vater hüt’ die Schaf…. schwimm, Kindchen, schwimm, dein Vater ist ein Schwimmbad, heile, heile Mausespeck, morgen früh ist alles weg! Oh nein, Oma-Hase, jetzt bist du auch auf die Nase gefallen. Jetzt brauchen wir aber ein langes Bett, und einer kann aber auch noch in der Ente sitzen… Johnny Bär! Sitzen! Nicht dauernd umfallen! Also! JOHNNY BÄR! SITZEN!… Lamm, möchtest du oben oder unten sitzen?…”

Können das außer Müttern eigentlich auch Normalsterbliche niedlich finden?

Hi, I’m Lisa

April 16, 2008

Luckyjack macht’s einmal mehr vor, und ich musste es auch gleich mal ausprobieren.

Es war nicht so ganz einfach, die Fragen zu beantworten, mitunter musste ich sehr tief in mich gehen, aber:

I'm just like Lisa!
I’m Lisa, who are you? by NoHomers.net

Ich glaube, damit kann ich leben. Immerhin KÖNNTE man auch “Krusty, der Clown” sein.

Geht alle weg!

April 14, 2008


by FWnetz

Letzte Nacht musste ich mal wieder feststellen, dass es viele Methoden gibt, jemanden rabiat aus den Schlaf zu reißen. Im Zeichen des Frühlingsfestes prügelten sich zwei angetrunkene Individuen direkt vor meinem Schlafzimmerfenster. Zur Versöhnung mussten beide singen.

Das toppt beinahe den übereifrigen Müllmann, der regelmäßig die Tonne morgens um fünf auch noch ein viertes Mal nach oben brettern lässt, damit dann wirklich die letzte Apfelschale draußen ist. Ihn und seinen Kollegen im Kehrwagen, der mit einer an Wahnsinn grenzenden Ordnungsliebe unsere Straße mit großem Getöse bis zu vier, fünf Malen hin und auch wieder zurückfährt, möchte ich jeden Montag und Mittwoch am Kragen packen und sieben Straßen weiter werfen.

Ich gebe allerdings zu, dass mir alle, die vor’m Fenster vor sich hin lärmen, immer noch lieber sind als das eigene Kind, das mir mitten in der Nacht schlaftrunken an die Nase fasst und murmelt: “Ich hab’ Pipi gemacht.”
Oder, schlimmer: “Mir ist schlecht”, und dies dann sofort eindrücklich unter Beweis stellt.
(Sicherheitshalber klopfe ich mal gegen die hölzerne Obstschale. Das letzte unangenehme Erwachen dieser Art liegt nämlich viele, viele Monate zurück, und das darf auch so bleiben.)

Mit weitem Abstand an der Spitze steht aber der Pulk Feuerwehrleute, der eines sehr späten Abends mit Blaulicht, Sirenengeheul und vier Einsatzwagen anrückte.
Durch gellende Martinshörner aus dem Schlaf gerissen öffnete ich die Augen und sah das Zimmer in blitzendes Blau getaucht. “Wo wollen die denn alle hin?”, dachte ich schlaftrunken und hangelte mich träge zum Fenster, um festzustellen:
Die wollen nirgendwo mehr hin.
Die sind schon alle da.

Mit Atemmasken und schwerem Gerät rannte ein Trupp gerade in unsere Einfahrt, und nunmehr hellwach schossen mir die Gedanken “Wo ist das Feuer?”, “Wo ist mein Kind?” und “Soll ich mit Nathalie zusammen am besten gleich aus dem Fenster springen?” in etwa zeitgleich durch den Kopf.

Ich kann nicht beschwören, dass ich genau dies nicht in den nächsten Sekunden getan hätte, aber glücklicherweise klingelte es in diesem Moment.
An der Tür ein Feuerwehrmann, der mich fragte, ob ich diesen Noteinsatz ausgelöst habe und ob mir in meiner Wohnung ein Brand aufgefallen sei.
Als Meisterin im Irritiert-gucken machte ihn mein Gesicht sehr schnell klar, dass er bei mir nicht an die richtige Adresse geraten war, und er ging, um sein Glück woanders zu versuchen.

Letztlich wurde der Alarm offenbar von einem Scherzkeks ausgelöst.
Selbigem wünsche ich, dass er nachts gegen drei feststellen muss, dass sein Bett brennt.

Freier Fall

April 12, 2008


by Dave77459

Heute kam ein lässiger junger Mann auf einer Treppe ins Schleudern und legte zur großen Begeisterung seiner Freunde einen nicht unbeträchtlichen Teil des Weges auf seinem Hintern zurück. Sehr souverän befolgte er unten angekommen die Regeln des “Sturzes-mit-Zeugen”:

1. Zeige keinen Schmerz.
2. Stehe zügig, aber nicht hastig wieder auf.
3. Lächle selbstironisch (gelingt es völlig unverkrampft, darf man eine kleine Verbeugung in Richtung des vergnügten Publikums wagen)

Kann man noch die Hoffnung hegen, dass niemand den Ausrutscher gesehen hat, werden die Regeln geringfügig abgewandelt:

1. Stehe schneller auf, als du gefallen bist.
2. Zeige keinen Schmerz.
3. Fahre fort mit was auch immer du vorher getan hast (der wahre Profi verkneift sich jeden unauffälligen Blick nach links oder rechts)

Ein echter Könner seines Fachs ist mir mal in einem Plattenladen begegnet, in dem ich vor Jahrzehnten gearbeitet habe. Dort hing direkt über den CDs die pinkfarbene Front eines schnittigen Cabriolets von der Wand und dies in einem so ungünstigen Winkel, dass mehr als nur ein Hinterkopf dran glauben musste.
Zwei-, dreimal am Tag ertönte das typische “Klonk” von Schädel gegen Metall und irgendein Mensch stand dann mit mehr oder minder schmerzverzerrtem Gesicht da und rieb sich den Schopf.

Eines schönen Nachmittags klonkte es deutlich - beim Cabrio jedoch standen vier jungen Männer mit teilnahmslosen Gesichtsausdruck und schoben unbeirrt CDs hin und her.
Ich musste damals sogar meinen Platz hinter der Verkaufstheke verlassen, um mich zu vergewissern, dass wirklich niemand ohnmächtig mit Platzwunde am Boden liegt, aber nein: nicht einmal mein prüfender Blick brachte einen der Vier dazu, auch nur verlegen zu grinsen.

Die Flucht nach vorne tut’s mitunter aber auch.
Eine meiner besten Freundinnen legte einmal einen wirklich spektakulären Treppensturz hin.
Wir sprangen beide pubertär-irrsinnig die Stufen hinunter, und ich war gerade dabei, meinen kleinen Vorsprung auszubauen, als sie stolperte und mit dem Kopf voran sich überschlagend bis hinunter zum ersten Treppenabsatz stürzte.

Grenzenlos panisch eilte ich zusammen mit mehreren anderen auf sie zu, die sie in gänzlich unfotogener Haltung, Kopf zuunterst, gegen die Wand gestaucht da lag. Ich wagte kaum ihr aufzuhelfen, da ich Knochenbrüche und Schädelfrakturen nicht auszuschließen vermochte.
Sie schlug die Augen auf, sackte schwerfällig zur Seite und sagte nur ein Wort:

“Erster.”