Gestern Abend hab’ ich bis spät in die Nacht in großer Runde über Spinnen, Motten und noch mehr Spinnen geplaudert, als sich plötzlich ein besonders widerwärtiges Prachtexemplar von Achtbeiner hinter dem Rechner die Wand hochschob.
Abgesehen davon, dass es mich mal wieder Wochen und Monate meines Lebens gekostet hat, um das irrwitzig schnelle Tier in ein Glas zu bekommen – ein solcher Zufall ist doch irgendwie beklemmend.
Überdies ist mir etwas ähnliches schon einmal passiert. Ich lag mit dem Telefon am Ohr im Bett, unterhielt mich bestens und dachte zwischendurch aus unerfindlichem Grunde darüber nach, wie unangenehm es wäre, wenn jetzt eine Spinne das Laken heraufgeeilt käme – und im nächsten Augenblick passierte genau das.
Ich habe weder davor noch danach jemals wieder eine Spinne im Bett gehabt (klopft wild auf der Holzschale herum), und das darf und soll auch so bleiben, aber was lässt sich aus derlei Zufällen schließen?
Bin ich vielleicht Spiderwoman und in der Lage, durch intensives daran-denken eine Invasion der Weberknechte zur Rettung der Welt anzuführen? (Falls dem so sein sollte, ist dann aber leider die Falsche erleuchtet worden, und der Weltfrieden muss noch etwas warten, tut mir leid.)
Erwähnenswert vielleicht noch, dass ich Nathalie heute morgen gestattet habe, die Spinne in den Garten zu bringen. Beim Herausschütteln landete das Teil allerdings leider auf Nathalies Regencape und machte sich hurtig auf den Weg nach oben.
Unser beider Hände erreichten Überschallgeschwindigkeiten, um das Tier davon abzuhalten, in den Kapuzenausschnitt zu krabbeln, und das schlimme daran ist: ich weiß NICHT, wo die Spinne letztlich landete.
Plötzlich war sie weg.
Auf dem Weg in den Kindergarten hab’ ich mich außerordentlich bemüht, NICHT daran zu denken, dass sie plötzlich über den Fahrradlenker läuft.







Juli 17, 2008 um 2:30
Ich bin ja durchaus versucht, Dich in meiner Blogroll in Spiderwoman umzutaufen. Mal sehen!
Hast Du schon mal versucht, diese Fähigkeit für sinnvolle Ereignisse einzusetzen?
Juli 17, 2008 um 3:08
Bin über Tyndras Blog zu dir gekommen und jetzt habe ich seit 5 Minuten Gänsehaut und frage mich die ganze Zeit wo die Spinne wirklich ist *hektischumschau*
Juli 17, 2008 um 6:37
Bei der Geschwindigkeit mit der Du Fahrrad fährst war sie in kürzester Zeit vom Winde verweht. Mach Dir keine Gedanken, die WIRD NICHT wieder auftauchen!
Juli 17, 2008 um 8:50
Sie kommen!
Ach was, sie sind schon da!!!
http://www.spiegel.de/wissenschaft/natur/0,1518,553671,00.html
Juli 17, 2008 um 11:38
Luckyjack,
Du meinst, ob ich durch intensives daran-denken auch 1000 Euro Scheine die Wand entlang krabbeln lassen kann?
Leider nicht.
Bulgariana,
)
ich kann Dich beruhigen: wo auch immer Du wohnst – sooo weit konnte sie dann vermutlich doch nicht hüpfen.
Sonitschka,
also, es sei denn, sie wäre in die Tasche gekrochen, die hier neben mir unter dem Tisch steht.
Jens,
an DEN Artikel hab’ ich auch noch denken müssen!
(Bitte, lass diese Monster-Spinne an mir vorübergehen)
(Bitte, lass diese Monster-Spinne in 300 Kilometern Entfernung an mir vorübergehen)
Juli 18, 2008 um 11:03
*grübel* hab ich dir jemals die geschichte erzählt, wie ich eine tote maus im pulli hatte?
wua. mich schüttelt es jetzt noch. und es ist 13 jahre her…
Juli 18, 2008 um 11:05
Nein, hast Du nicht.
)
Aber ich würde mich sehr freuen, diese Geschichte zu hören.
Davon abgesehen: muss ich jetzt immer „Gndula“ zu Dir sagen, oder darf ich bei „Gundula“ bleiben?