Ich muss packen!
Packen, packen, packen!
Morgen fliegen wir nach New York, und ich muss noch die Bücher zur Bibliothek zurückbringen, ein paar Päckchen bei der Post aufgeben, diverse Snacks für den Flug kaufen (die wir dann nie essen, da man im Flugzeug ohnehin ständig etwas vor die Nase gesetzt bekommt, aber ich MUSS etwas Essbares dabeihaben. Sicherheitshalber. Falls wir unvorhergesehenerweise in der Wildnis übernachten müssen, oder so. Scheint ein sehr altes Gen zu sein, das mich da leitet) – wo war ich?
Ach, genau: ich muss packen!
Außerdem muss ich noch den Kühlschrank ausräumen, den Müll rausbringen und alles wenigstens ein bisschen aufräumen, damit die Nachbarin, die mir netterweise die Post in die Wohnung legt, nicht vom Schlag getroffen wird. Und allen anschließend erzählt, dass es hier aussieht, wie bei den noch unordentlicheren Verwandten der Hempels.
(Was selbstverständlich auch gar nicht stimmt. Ich greife hier auf den künstlerischen Kniff der subtilen Übertreibung zurück)
Dann muss ich noch auswählen, was ich in den nächsten vier Wochen unbedingt brauche, was ich eventuell brauche und was ich vielleicht brauche. Danach muss ich von all diesen Dingen die Hälfte wieder aussortieren, damit es noch in die dafür vorgesehenen Taschen passt. Und dann muss ich die ein oder andere Kleinigkeit doch noch mit List, Tücke und einem nicht zu unterschätzenden Kraftaufwand in die Ritzen und Lücken stopfen.
Nicht, dass man nicht in New York auch das ein oder andere erstehen könnte. Es soll sogar Leute geben, die dort wohnen und gar nicht regelmäßig nach München ausreisen, um sich mit dem existentiell Notwendigen einzudecken.
Aber trotzdem.
Zum Schluss muss ich noch all meine Freundinnen anrufen, die ich gefühlte siebzehn Jahre lang nicht mehr sehen werde.
Ja gut, wir können uns mailen. Sogar telefonieren soll möglich sein, aber das ist nicht dasselbe.
Und dann werde ich der freundlichen Nachbarin die Schlüssel bringen.
Und dann… ja dann.
Fliegen wir vermutlich tatsächlich.










August 11, 2008 um 11:07
das sollte zu schaffen sein. viel spass in ny!
August 11, 2008 um 2:25
Hört sich mehr nach Auswandern an
August 11, 2008 um 2:35
Tyndra,
ich bin da auch ganz optimistisch.
(Allerdings hätte ich mir vermutlich nicht unbedingt ein Mittagessen aus verwertbaren Kühlschrankresten zubereiten sollen. Drei Eier auf einmal verträgt mein Magen irgendwie nicht so gut.)
Sevenjobs,
es hört sich nicht nur so an, es fühlt sich auch ein bisschen so an.
(Wenn ich wiederkomme ist ja fast schon Weihnachten)
August 11, 2008 um 4:12
kira im cholesterintaumel
August 11, 2008 um 4:21
Wieso Weihnachten ?? Ich hab da was von vier Wochen gelesen
Oder brauche ich wirklich ‘ne Brille (ehrliche Antworten, sind momentan nicht wirklich erwünscht
)
Ich wünsche Euch, auf jeden Fall, einen guten Flug und eine wunderschöne Zeit in New York!!
August 11, 2008 um 4:55
Madameklutze,
in vier Wochen ist schon September.
Also quasi bereits Vorweihnachtszeit.
(Zur Erläuterung siehe auch hier:
http://goodytales.wordpress.com/2007/11/30/weihnachtszeit-ich-war-dann-soweit/)
August 11, 2008 um 9:25
Liebste Frau Goodytales, die Familie Ichbinimmerich wünscht von Herzen einen guten, streßfreien Flug, auf dass Sie Ihre Notration nicht verwenden müssen! Ansonsten wäre es uns Recht, wenn Sie recht bald wieder zurückkämen, Weihnachten ohne Sie war schon im vergangenen Jahr ziemlich traurig!!
August 11, 2008 um 10:06
*winkt frenetisch hinter euch her und freut sich auf viele neue ny-berichte*
August 11, 2008 um 10:10
Ach.
(gibt’s hier keine Drück-Smileys? Wieso nicht?)
August 13, 2008 um 4:40
wir … naja ich will dieses Jahr unbedin´gt in der Vorweihnachtszeit (November) nach NY … unbedingt, hab ich mir als Geburtsgeschenk gewünscht.
nun wurde uns von einem Freund davon abgeraten … es sei zu kalt und die Leute zu gestresst …
ist da was wahres dran ???
August 13, 2008 um 7:48
Im November kann es schon recht kalt sein, das stimmt.
Im Allgemeinen ist es aber um diese Jahreszeit noch auszuhalten, kein Vergleich zu Januar oder Februar, wie ich finde.
Was die gestressten New Yorker betrifft – ich weiß nicht, auf welche Leute Dein Freund da gestoßen ist, aber “gestresst” ist ein Wort, das mir im Zusammenhang mit dem typischen New Yorker bisher noch nie in den Sinn gekommen ist.
Und die Vorweihnachtszeit in New York kann ich wirklich sehr empfehlen.
August 14, 2008 um 4:26
juchu … danke !! es war sicher nur ein Trick um es mir auszureden !!! NY ist wieder ein Stückchen näher gerückt