Das hat sie nicht von mir.
August 1, 2008“MAMA!”
Ich fahre mit einem Ruck hoch und starre blicklos nach vorne.
Irgend etwas hat mich gerade höchst unsanft geweckt, aber warum…
“MAMA!”
Ich blinzele zur Uhr.
Kurz vor sechs.
“MAMA! Ich MUSS dir was zeigen!”
Ich benötige zwei weitere Sekunden, um die Stimmlage meines Lieblingskindes zu sondieren: Schreck? Entsetzen? Schmerz? Verzweiflung?
“MAMA! Jetzt KOMM doch mal her!”
Empörung.
Ja, Empörung trifft es ganz gut.
“MAMA!”
Ich höre, wie die Tochter sich auf den Weg zurück ins Schlafzimmer macht.
Gut. Dann darf ich wohl im Bett bleiben und mir wenigstens im Liegen anhören, was gerade Grauenvolles über uns hereingebrochen ist.
“MAMA!”
Mit vor der Brust verschränkten Armen und vorgeschobener Unterlippe starrt mich ein zerzaustes Kind von oben herab an.
“MAMA! So geht das nicht. Das Klo ist schmutzig!”
Oh mein Gott, ich habe einen Hausdrachen geboren.









