Archiv für 'München'Kategorie

Besser geht nicht.

August 7, 2008


by youngdoo

Ich habe eine Nachbarin, bei der ist das so:

Wenn ich ihr einen Apfel schenke, dann schenkt sie mir drei zurück. Und außerdem zwei Birnen, sieben Aprikosen und einen Arm voll Trauben.

Leih ich ihr eine Gabel, dann hängt Stunden später an meiner Tür ein Säckchen mit besagter Gabel, einem zusätzlichen quietschbunten Kinderbesteck und einer Packung Trockenfrüchte.

Gebe ich ihrer Tochter die Gummistiefel, aus denen mein Kind herausgewachsen ist, dann freut sich letzteres am nächsten Tag über ein rosa “Hello Kitty”-Shirt und eine rote Herztasche.

Mache ich ihr ein Kompliment, dann dauert ihre Antwort drei bis sieben Minuten und lässt mich den restlichen Tag lächelnd durch die Gegend schweben.

Kennt jemand das Märchen von der Prinzessin, die von ihrem Mann verstoßen wurde, jedoch noch die Erlaubnis erhielt, in einer goldenen Truhe das mitzunehmen, was ihr am wichtigsten wäre?
Sie verabreichte ihrem Mann zum letzten gemeinsamen Essen ein starkes Schlafmittel und packte ihn in die Truhe.
(And they lived happily ever after.)

Frau Nachbarin, wenn ich mal umziehe, passen Sie wohl in einen großen Koffer, hm?

Kartoffel-Sellerie-Suppe für ALLE!

Juli 21, 2008


by cyclone bill

Für die Kindergartentruppe meiner Tochter hatte ich heute eine Suppe zu fabrizieren, und eine lecker-würzige Kartoffelsuppe à la Jamie Oliver schien mir hierfür das geeignete Rezept zu sein. Sein Vorschlag, zu gleichen Teilen Sellerie und Kartoffeln hinzuzufügen erschien mir gewagt, und ich entschied mich für zwei kleine Sellerieknöllchen und zwei Kilogramm Kartoffeln.

Nichtsdestotrotz köchelte schlussendlich eine sehr intensivschmackige Selleriesuppe auf dem Herd, und es war völlig klar, dass kein normales Kind diese meine Suppe jemals essen würde.

Welch Schmach.

Ich musste daher gerade noch unglaublich viel Sahne und Brühe hinzugeben und letztlich noch einmal ein gutes Kilo Kartoffeln kochen und pürieren, bevor ich mir nun ansatzweise Hoffnungen machen darf, die Suppe nicht alleine essen zu müssen.

Die werden nicht schlecht gucken, wenn ich nachher für zehn kleine Kinder und zwei Erwachsene mit acht Litern Suppe anrücke.

Das Publikum war heute wieder wundervoll…

Juli 15, 2008


by xjyxjy

Gestern nahm ich an einer Informationsveranstaltung zum Absatz 2 des neuen Paragraphen 8a im SGB und die damit verbundene verstärkte Einbindung der sozialen Träger zur Beurteilung gewichtiger Anhaltspunkte für eine Kindeswohlgefährdung teil. Pünktlich um 9.00 Uhr saß ich auf einem Klappstuhl, lauschte dem Vortrag und begutachtete nebenbei die anderen Teilnehmer.

Direkt vor mir saßen zwei Herren mit großen, bequemen Schuhen, ungepflegtem Haar und besserwisserisch angehauchten “Ach, wenn wir da vorne sitzen würden, was würden wir für kluge Sachen sagen”-Gesichtern. Da sie aber eben nicht vorne saßen, quittierten sie jeden zweiten Satz mit hochgezogenen Augenbrauen, einem herablassenden Grinsen sowie hin und wieder einem gequält-theatralischen Aufseufzen und trieben mich damit in den Wahnsinn.
Bei einem besonders augenfälligen “nach-vorne-beugen plus Hand vor den Mund pressen plus unterdrücktem Gekicher”-Getue konnte ich mir ein “Meine Güte, was finden Sie denn JETZT schon wieder so lustig?!” nicht verkneifen, was den dämlichen und unangemessenen Heiterkeitsausbruch abrupt unterbrach.
Den Rest der Veranstaltung fanden wir uns gegenseitig doof.

Vermutlich haben die Breitschuh-Träger mich gedanklich hurtig zu den wichtig nickenden Damen eingeordnet, die den Vortrag dermaßen angespannt verfolgten, als würden sie mit jeder Kopfbewegung nicht nur Zustimmung signalisieren, sondern das Gesagte auch noch hochoffiziell absegnen. Aus dieser Riege kamen auch die meisten Anmerkungen, die in der Regel mit “Ich hätte da mal eine KONKRETE Frage…” (”… im Gegensatz zu den irrelevanten Fragen der unbedarften Anderen”) oder “Was ich jetzt aber WIRKLICH interessant finden würde….” (”… und preiset den Herrn, dass endlich eine hier die wesentliche Frage stellt”) eingeleitet wurden.

Ganz anders dagegen die “Da müsste man eigentlich schon vielleicht auch”-Säuslerinnen, die sich offenbar ganz unheimlich zusammenreißen mussten, um nicht jeden Satz mit “Du” zu beginnen. Diesen Drang leben sie dann mehr oder minder flüsternd aus. “Du, Gabi”, tönte es daher zehnminütlich halblaut hinter mir, “wie viel Uhr ist es?/ist jetzt eigentlich Pause?/fährst du danach gleich nach Hause?”, und wenn ich nicht das ständige gekünstelte Aufseufen des selbstherrlichen Männerduos vor mir so unerträglich gefunden hätte, dann wäre mir vielleicht auch der ein oder andere Seufzer herausgerutscht.

Gegen halb elf entschloss sich der halbe Saal plötzlich zu einer außerordentlichen Pause und ließ die Veranstalter einigermaßen hilflos und mit konsterniertem Gesichtsausdruck vor dem Beamer zurück. Beladen mit süßen Teilchen und Kaffee setzen sich alle nach etwa zehn Minuten wieder und hielten immerhin eine weitere Stunde durch, bevor eine der “Eventuell vielleicht”-Frauen den Finger hob und zwanzig Minuten vor dem Ende der Vorträge anfragte, ob vielleicht die Möglichkeit bestünde, eine weitere Pause einzulegen? Darüber musste dann fünf Minuten leidenschaftlich diskutiert werden, wobei sich schließlich die “Noch zwanzig Minuten”-Brüller durchsetzen konnten.

Der besonders renitente Teil der Anwesenden schritt natürlich trotzdem betont langsam zum Buffett - schließlich sind wir ja alles erwachsene Menschen nicht wahr? Und da lässt man sich natürlich nicht mehr von irgend einer Dame am Projektor durch bloßes Bitten dazu bewegen, noch eine Viertelstunde auf den Plätzen auszuharren.

Der Vortrag war übrigens auch sehr interessant, jawohl.

Schluss, aus, Ende!

Juni 26, 2008


by fieraz01

Ich habe den Punkt erreicht, an dem ich nicht, unter keinen Umständen, niemals mehr auch nur noch ein einziges Wort für die Bavaria auf der Theresienwiese sprechen möchte.
Jeden Morgen auf dem Weg zum Kindergarten und jeden Nachmittag auf dem Weg nach Hause - irgendwann ist’s auch mal gut!

So.
Nun wisst ihr das.

Wer sagt’s jetzt meinem Kind?

Zu warm, viel zu warm

Juni 22, 2008


by Marc Aurel

Dass ich im Begriff stand, einen Fehler zu begehen, war klar, noch während sich die Haustür hinter uns schloss - bei gefühlten 45° Grad in den Zoo zu fahren ist eine Schnapsidee. Wir hätten uns, genau wie gestern, einfach auf den Weg ins Freibad machen sollen, aber nein - ich wollte Abwechslung.

Und sich über glutheiße Steinwege schleppen und keine Tiere sehen, da sich alle Viecher in die hintersten Schattenecken verzogen hatten, ist ja schon was völlig anderes, als selbst im Schatten zu sitzen, Melonenstückchen zu essen und sich gelegentlich durch einen Kopfsprung etwas abzukühlen.

Die wenigen Worte, die Nathalie und ich wechselten, fielen alle im “Hilfe-ich-schmelze”-Tonfall und umkreisten inhaltlich ausschließlich das Thema “Krieg ich ein Eis?”, “Wann krieg ich ein Eis?” und “Krieg’ ich noch ein Eis?”.

Entsprechend schlurften wir nach nur zwei Stunden bereits wieder dem Ausgang entgegen, wobei ich die Tochter die letzten zwanzig Minuten obendrein in meinen schweißnassen Armen hielt. Sie hätte es vielleicht auch noch aus eigener Kraft geschafft, aber ab einem gewissen Punkt wollte ich doch gern zumindest schneller vorankommen als die ältere Dame mit der Gehhilfe.

Ein schönes Gefühl, wenn man in flirrender Hitze den Ausgang erkennen und eine Fata Morgana beim Berühren des Drehkreuzes ausschließen kann. Doof natürlich, dass man weiß, gleich wird man das Kind in den Kindersitz glitschen lassen und muss anschließend noch eine halbe Stunde schwitzend nach Hause radeln.

Aber okay: wir waren heute im Zoo.
Was habt ihr so gemacht?

Frühstücken in 7 Akten

Juni 5, 2008


by MiskiSanko

Ort: Biergarten.
Die Freundin und ich haben gewählt, die Servierdame scheint bereit.

1. Akt:
Ich: “Also, ich hätte gerne ein stilles Wasser und einen Salat.”
Freundin: “Und ich hätte gerne das Frühstück Solln. Kann ich statt der Marmelade Erdnussbutter haben?”
Servierdame: “Ja, das geht.” (wendet sich zum Gehen)
Freundin: “Äh, Moment, hier steht ‘Mit warmen Getränk’. Ich hätte gerne einen Milchkaffee.”
Servierdame: “Ja.” (ab)

20 Minuten später:
2: Akt
Servierdame kommt, bringt eine Wurst- und Käseplatte mit Marmeldentöpfchen, den Salat und ein Sprudelwasser.
Ich: “Entschuldigung, ich hatte ein stilles Wasser bestellt.”
Servierdame (knallt das Glas auf den Tisch): Ist das jetzt schlimm?
Ich: “Ja.”
Servierdame (stellt genervt das Glas zurück auf’s Tablett, wendet sich zum Gehen)
Freundin: “Äh, ja, und ich hatte Erdnussbutter statt Marmelade bestellt.”
Servierdame: “In der Küche war so viel Stress, da ging das nicht.”
Freundin (guckt irritiert auf die drei Mitfrühstückenden)
Servierdame (ab)

15 Minuten später:
3. Akt
Servierdame bringt Brotkorb.
Ich: “Ich hatte noch ein stilles Wasser.”
Servierdame (verdreht die Augen)
Freundin: Und es fehlt noch der Prosecco.”
Servierdame: “Sie wollen einen Prosecco?”
Freundin: “Ja, der gehört zum Frühstück dazu.”
Servierdame (ab)

10 Minuten später:
4. Akt
Servierdame bringt einen Orangensaft.
Freundin: “Ich hatte einen Prosecco bestellt.”
Servierdame (patzig): “Nein, Orangensaft.”
Freundin: “Nein, ganz sicher einen Prosecco. Der gehört zum Frühstück dazu.”
Servierdame (knallt den Orangensaft auf’s Tablett und wendet sich zum Gehen)
Ich: “Und ich hatte noch ein stilles Wasser!”
Servierdame (schnaubt) (ab)

15 Minuten später:
5. Akt
Servierdame bringt Prosecco und stilles Wasser.
Freundin und ich essen.
Freundin und ich plaudern.

45 Minuten später:
6. Akt
Ich: “Wir würden gerne zahlen, bitte!”
Servierdame (ab)

25 Minuten später:
7. Akt
Freundin und ich legen das Geld auf den Tisch und gehen.
Wir geben kein Trinkgeld und erhalten kein “Auf Wiedersehen”.

(Die Münchner Bärbeißigkeit ist schon was Feines.
Darf man gar nicht an New York denken.)

Supersize me

Mai 18, 2008


by purplekey

Ich habe einen Termin, und ich bin zu früh.
Eine perfekte Kombination, wenn sich direkt neben dem Treffpunkt eine Eisdiele befindet.

Ich liebe Eisdielen.
Genau genommen liebe ich Eis, und besonders begeistern kann ich mich, wenn ich neue Sorten entdecke. Entsprechend beglänzt stehe ich nun in dieser wunderbaren, niegelnagelneuen Eisdiele und kann mein Glück kaum fassen. “Weißer Trüffel”, steht da, “Caramel-Mandel” und “Marzipan-Kirsch”.

Was nehmen, was nehmen?
Eigentlich bestelle ich immer nur zwei Kugeln, das ist ein ungeschriebenes Gesetz und reiner Selbstschutz. Brav hebe ich also an: “Ich hätte gerne zwei Kugeln…”, und dann fügt der giernickelige Teil schnell noch ein “…ach nein, doch drei!”, hinzu, weil er nämlich gerade “Nuss Nougat mit Schokosplittern” entdeckt hat.

Verliebt studiere ich die Auslage und habe bereits meine Wahl für das nächste Mal getroffen, als mir der Verkäufer mein Eis über die Glastheke reicht. Mein Blick fällt gleichzeitig auf die monströse Waffel und die bisher übersehene Aufschrift “Riesenkugeln - nur 1,20!”.

Und wenn sie schreiben “Riesenkugeln” dann meinen sie auch “Riesenkugeln”. Aus dieser Eismenge ließen sich locker neun Kugeln zaubern, und entsprechend peinlich berührt schiebe ich mich damit nach draußen. Da es ein Ding der Unmöglichkeit ist, diese XXXL-Waffel dezent vor mir herzutragen muss ich mich unter diversen entgeisterten Blicken winden, bevor ich endlich eine ruhige Seitenstraßen ansteuern kann, um in einem sonnigen Hauseingang den Kampf aufzunehmen.

Überflüssig zu erwähnen, dass ich verliere. In den letzten Minuten lege ich nur noch meinen Ehrgeiz in den Versuch, zumindest einmal die in der Waffel vergrabene erste Kugel zu probieren, ohne dass mir der Rest auf die Füße fällt. Und dann wandern gefühlte zwei Kilogramm Eis in die Tonne.
Traurig.
Ob sie auch halbe Bällchen machen?

Eigentlich sehr einfach.

Mai 13, 2008


by philmciver

Am Samstag planten wir ein langes Wochenende am Achensee.
Wir gingen ins Detail.
Ein Campingurlaub sollte es werden, und wir hatten an alles gedacht. Im Bus stapelten sich Wechselklamotten, Frühstücksutensilien, Sonnencreme und Sandspielzeug. Die Picknickdecke polsterte das Laufrad, der Helm lag neben dem Inliner-Equipment im Fach über dem Fahrersitz, und den Grill hatten wir zusammen mit drei Klappstühlen in einer sich durchaus bildlich vorzustellenden Hauruck-Aktion aus der hintersten Kellerecke geholt.

Beim Grillwürstchen-Einkaufen jedoch hatten wir uns ein wenig vergaloppiert. Das Vorhaben, der Tochter mal eben noch ein Paar Sandalen zu besorgen, wuchs sich zu einer überraschend langen Aktion aus, weswegen wir beschlossen, uns am Sonntag dann sehr, sehr früh auf den Weg zu machen.

Sonntagmorgen waren wir gerade damit beschäftigt, die letzten wichtigen Kleinigkeiten in die Taschen zu stopfen, als Nathalie plötzlich auf ein kleines Müsli bestand.
Wir hätten uns nicht dazusetzen sollen.
Als wir uns endlich auf den Weg machten, lagen wir nicht mehr ganz so gut in der Zeit. Wir beschlossen, dies durch eine rasante Fahrweise auszugleichen, mussten uns dann aber doch dem Stau unterordnen, der sich gleich nach München vor uns in die Länge zog.

Zwanzig Minuten vor unserer Ankunft begann es zu schütten wie aus Eimern.
Man kann uns nicht vorwerfen, dass wir schnell aufgegeben hätten: gut verpackt saßen wir etwa zwei Stunden auf dem zum Campingplatz gehörenden Spielplatz, bevor wir frierend wieder nach Hause fuhren.
Der Achensee schimmert übrigens immer noch beeindruckend türkis, wenn sich die Regenwolken dunkel über ihm auftürmen. Sehr hübsch eigentlich.

Montagmorgen warfen wir ein paar Sachen in den Bus und fuhren zum Staffelsee.
Wir hatten einen ganz wunderbaren Tag. Die Tochter schwamm in Unterwäsche, die Enten starrten missmutig auf unsere beim Dorfbäcker organisierten Brötchen, und die Sonne schien noch abends warm auf uns herab, als wir den Bus irgendwo zwischen leuchtend gelben Rapsfeldern geparkt hatten, um unsere Grillwürstchen anzurichten.

Tief beglänzt fuhren wir nach Hause.

Was schließen wir daraus?
Der Staffelsee ist unser Schicksal.

Sesam, öffne dich

Mai 8, 2008


by Nico Kaiser

Die New Yorker Subway öffnet an jeder Station großzügig alle ihre Türen. Dazu muss niemand auch nur einen Finger rühren - sie tut das ganz von alleine.

Ich weiß das.
Der Münchner im Allgemeinen aber nicht.

Und deshalb stoße ich auch nicht auf allzu großes Verständnis, wenn ich in der U-Bahn stoischen Blickes in vorderster Reihe die Türen fixiere, jedoch keine Anstalten mache, selbige zu öffnen.
Irgend ein außerordentlich New York-geprägter Teil in mir lässt mich in aller Ruhe abwarten - bis der Arm eines genervten Hintermannes sich an mir vorbeidrängelt, um den Knopf zu drücken, bevor die U-Bahn weiter fährt.

Glücklicherweise gelang dies bisher immer rechtzeitig.
Ich fühle mich schon einigermaßen unangenehm berührt, wenn ich die irritierten Blicke der sich zerstreuenden Menschenmenge ertragen muss, und ich bin sehr sicher, dass ich eine Fahrt bis zur nächsten Station zwischen all den “Ist die doof?”-Gedankenblasen nicht überstehen würde.

Bericht.

Mai 4, 2008


by otzberg

Das Kind ist Ruderboot gefahren. Es hat sich mit vier jungen Katzen angefreundet und auch mit der dazugehörenden jungen Besitzerin. Es ist Trampolin gehüpft wie ein Berserker und versehentlich mit Schuhen und Socken in den See gestiegen. Es hat mit Mia und Maja am Seeufer eine ziemlich beeindruckende Steinesammlung angelegt und bekam vom Bäcker jeden Morgen eine Zuckerschaummaus. Es hat einem Bauer sehr geduldig zugesehen, der mit einem am Traktor angehängten Mini-Bagger eine riesige Baumwurzel in einen Hänger verfrachtet hat. Es hat Malsteine gefunden und Wiesenblumen gepflückt. Es hat im Sonnenschein auf dem Balkon gefrühstückt, ein Huhn fast gestreichelt und vier riesige Ziegen gesehen, die im wilden Galopp hinter einem Fahrrad her rasten. Es ist über Baumstämme balanciert, hat sich in der Schaukäserei einen nicht unbedingt kindgerechten Vortrag über die Kunst des Käsemachens angehört und sich anschließend mit frischem Käsekuchen getröstet. Es ist mit dem großen Ausflugdampfer einmal um den See geschippert und hat morgens um halb acht Kühe gefüttert.
Es hat geangelt, mit einer selbstgemachten Angel. Einmal hat ein Piranha angebissen.

Ich hab’ auf den See geschaut.
Das Wetter war prima.