Immer wieder herzerfrischend.

Juli 1, 2015

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by itsabreez

Auf dem Tisch stehen ein Teller mit Mozarella, Tomaten und Basilikum, eine Rohkost-Platte mit Karotten, Paprika, Gurke und Kohlrabi, ein Schälchen Sprossen, ein Teller mit vier verschiedenen Käsesorten, ein in Honig und Nüssen eingelegter Ziegenkäse, Butter, Joghurt mit Apfelmus und zwei verschiedene Brotsorten.

“Kinder! Abendessen!”

Der Sohn kommt angetrödelt.
“Was gibt es heute?”
Ein schneller Blick, dann resigniert: “Nix.”

(Typisch.)


Zur Feier des Tages…

Juni 28, 2015

… stelle ich mal ein kleines Best Of zusammen, während ich auf die Torte warte.

(Zu eurem Glück muss ich jetzt los, Torte essen … ;) )


Gna.

Juni 26, 2015

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by BudgetAstro

Kosmische Verbundenheit zeigt sich immer dann am besten, wenn die ersten Regentropfen fallen, sobald du das Rad aus der Garage schiebst, der Paketzusteller um die Ecke rollt, während Du am Horizont verschwindest, und beim Öffnen der Haustür gerade noch das letztmalige Klingeln des Telefons zu hören ist.

(Mitunter bin ich offenbar einfach der magnetische Gegenpol zu dem, was man allgemein unter “gutes Timing” verstehen würde.)


Stop superficiality

Juni 24, 2015

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by Hypnotica Studios Infinite

Gerade eben bin ich über einen Facebook-Beitrag gestolpert, in dem ganz normale Frauen mit ganz normalen Figuren Bademode von Victoria’s Secret präsentieren. Ich persönlich bin ja sehr empfänglich für derlei Aktionen, weil ich von all diesen mega-gehypten Supermodels mit ihren perfekten Körpern ziemlich genervt bin, und richtig gruselig wird das ja erst durch die Tatsache, dass selbst an den Bildern dieser Frauen noch manipuliert und herumgeschraubt wird, bis uns endlich eine Art fleischgewordene Barbie anstarrt, die im normalen Leben ob ihrer absurden Maße keine drei Schrite weit käme, ohne in sich zusammenzubrechen, in den einschlägigen Frauen-Magazinen aber dennoch als Rollenmodell herhalten muss.

Meine Tochter ist elf, sie ist dünn wie ein Stöckchen, und als sie erstmalig nachdenklich auf einem Mäuerchen saß und ihre Oberschenkel von oben begutachtete, die der Gesetze der Physik wegen minimal breiter aussahen als im Spiegel, erklärte sie mir ohne jedes Augenzwinkern, ihre Beine seien “zu dick”.
Den Kreischanfall, der mich innwendig ereilte, hätte niemand auch nur geahnt, so souverän hielt ich meinen mütterlich-liebevollen Gesichtsausdruck aufrecht, aber ja, mein Kind ist mittlerweile über gesunde Ernährung, die Gefahren des Gruppendrucks und nicht zuletzt über die Möglichkeiten von Photoshop ziemlich gut informiert.

Was mich jetzt zurück zu besagtem Facebook-Eintrag bringt.
Einigermaßen unbekümmert verhalf ich der Aktion zu einem weiteren “Gefällt mir”, und dann stach mir der oberste Kommentar ins Auge:
“Stop glorifying obesity!”

Zuallererst: Von den sechs Frauen, die die Victoria’s Secret Bademode nachstellen, sind lediglich zwei runder als der Durchschnitt. Und ich spreche vom tatsächlichen Durchschnitt, nicht von der derzeit kursierenden westlichen Vorgabe, nach der jede Frau, an der nicht komplett alles schlank, straff und glatt ist, schleunigst etwas für ihren Körper tun sollte.
Und auch diese beiden Frauen sind nicht “krankhaft fettleibig”, wie erschreckenderweise sehr viele der folgenden Kommentatoren behaupten, sondern einfach nur ein gutes Stück kurviger als die Norm es vorgibt.
Trotzdem:
“This is not an everyday woman. this is an unhealthy and obese woman.”

Beide Zitate stammen von Männern, und noch viel mehr Männer entblöden sich nicht, Kommentare zu verfassen, die in etwa in diese Richtung gehen:
“The horrible truth is that they took not good looking girls to make those haters (most of the time ugly women) feel less bad about their body.”

Das allein wäre schon frustrierend genug, vollends zum Heulen wird es allerdings dadurch, dass der komplette Kommentare-Strang, der sekündlich länger wird, durchsetzt ist mit Beiträgen von Frauen, die in einer Mischung aus Selbstgefälligkeit und ungesunder Selbstkasteiung ins gleiche Horn blasen.

Natürlich sind viele, viele Frauen (und sehr, sehr wenige Männer) dabei, die all die Argumente bringen, die in solchen Momenten immer gebracht werden: Jeder Mensch ist schön, sieh nicht nur auf das Äußere, was stimmt eigentlich in Deinem Leben nicht, dass Du es offenbar nötig hast, andere so zu verurteilen?

Leider gehen vernünftige Stimmen zwischen den Kommentaren nahezu sang- und klanglos unter.
“Stop glorifying obesity!” liegt aktuell mit fast 1000 Likes unangefochten an der Spitze, und man muss schon ein bisschen scrollen, bevor man überhaupt zu den Meinungen Andersdenkender kommt.
Darüber hinaus gehen eine ganze Reihe der gutgemeinten Beiträge nach hinten los, weil ihre Verfasserinnen sehr eifrig darauf verweisen, dass ja lediglich zwei der gezeigten sechs Frauen dicker seien, womit sie dann ungewollt die menschenverachtende Vorgabe zusätzlich untermauern. Hey, vier Frauen sind doch SCHLANK, da kann man der Aktion doch keine Glorifizierung von Fettleibigkeit vorwerfen.

Alle sechs Frauen bewegen sich gewichtsmäßig völlig in der Norm, und die Flut an kritischen oder sogar abfälligen Kommentaren zeigt letztlich nur, und das wird jetzt wieder einer dieser Absätze, bei denen ich mich kopfwackelnd frage, ob mir das jetzt nicht zu pathetisch gerät, aber all diese Urteile, die Wertungen, die verächtlichen Worte zeigen nur, wie unglaublich weit unsere Gesellschaft davon entfernt ist, einen Menschen einfach nur zu sehen, ihn vielleicht sogar zu erfassen und seine Persönlichkeit akzeptieren zu wollen.
Eine völlig normale, lachende Frau in einem gewöhnlichen Badeanzug – wie wichtig ist es da, die Wörter “obese”, “fat” und “ugly” drunterzusetzen?

Es tröstet nur bedingt, dass man davon ausgehen kann, dass die vernichtendsten Urteile von denjenigen kommen, die das größte Selbstwertproblem mit sich herumschleppen. Glückliche Menschen haben keinen Grund, andere niederzumachen, und wäre ich nicht so ängstlich darauf bedacht, in jeder Hinsicht der derzeit gültigen Norm zu entsprechen, dann müsste ich auch nicht halb erleichtert, halb gehässig mit dem Finger auf diejenigen zeigen, die aus welchen Gründen auch immer von dieser Norm abweichen.

Es wäre jetzt leicht, diesen Text mit ein paar markigen Sprüchen in Richtung “Nieder mit den gesellschaftlichen Zwangskorsetts” zu beenden, und ich wäre mehr als glücklich, wenn es so einfach wäre.
Tatsächlich aber beugen wir alle uns mehr oder weniger deutlich der Diktatur des äußeren Erscheinungsbildes, und vermutlich kann man nicht mehr tun, als wieder und wieder und wieder darauf hinzuweisen, dass dieser Druck letztlich nicht nur diejenigen zerquetscht, die sehr augenscheinlich davon abweichen, sondern auch und gerade denen die Luft zum Atmen, den Raum zur freien Entfaltung nimmt, die “ugly” plärren.

Jawohl.
Hab’ ich dann für heute auch mal wieder erledigt.


Die Tage, beim Fußballtraining.

Juni 24, 2015

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by DC United 2011

Balleinwurf.
Der komplette Kinderhaufen sprintet hinterher, nicht wenige vergessen dabei die derzeit abverlangte Sportart und recken die Arme in die Höhe, nur ein Junge starrt gänzlich planlos in eine völlig andere Richtung und kriegt das Ding an den Hinterkopf.

Trainer: “Gut! Toller Kopfball!”

(Der ist über die ersten sieben Bände von “Motivation – Erfolg durch die innere Haltung!” längst hinaus.)


Tüpfel-Unverträglichkeiten

Juni 22, 2015

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by Fabric & Ribbon

Erklär mir mal eine, was es mit diesem “weiße Tupfen auf rotem Grund”-Design auf sich hat.
Und warum ich gefühlt ständig erwachsene Frauen sehe, die getüpfelte Gummistiefel tragen oder Schirme oder Taschen oder Röcke oder was auch immer.

Mich wirft das ja immer spontan in die Fünfziger zurück, meinetwegen auch in die Sechziger, und zwar nicht in die Rock’n Roll & Petticoat-Zeit, sondern eher ins “Haarband & Schürzchen”-Hausfrauen-Universum.
Weiße Tüpfel auf rotem Grund sind so Baseballschlägermäßig fröhlich und unbeschwert, dass ich die gerade noch so auf Geschenkpapier ertragen kann. Von mir aus auch noch an kleinen Mädchen, wobei auch kleine Mädchen vielleicht davor bewahrt werden sollten, so lieblich-süß auszusehen, dass man sich am liebsten die Zähne putzen möchte. Erwachsene Frauen dagegen umrunde ich misstrauisch, falls sie auf die Idee kommen sollten plötzlich zu singen, in die Hände zu klatschen oder mir ihre neuerworbenen Pfannen über den Schädel zu ziehen.

Schräger Gegensatz, wenn eine Frau ein rotes Portemonnaie mit weißen Punkten hervorholt, dabei aber guckt, als wolle sie selbiges der Verkäuferin am liebsten auf’s linke Auge hauen. Das fröhliche Getüpfel in ihren Händen konterkariert ihre Mimik derart nachdrücklich, das mir dann unwillkürlich Bankräuber mit weiß-rot getupften Smith & Wessons in den Sinn kommen.

Getoppt werden die Tupfen eigentlich nur noch von bunten Eulen, und von Buchcovern, auf denen langgezogene pieksdünne Frauen mit großen Köpfen winzige Handtaschen tragen.
Vor allem letzteres verursacht bei mir Spontan-Ausschläge, wodurch ich mich dann wiederum unfreiwillig in der Riege der rot-weiß Getüpfelten eingereiht finde.
Perfide.


Alltags-Quizshow.

Juni 18, 2015

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by snigl3t

Gerade eben erhielt ich eine Antwort via Mail auf eine gestern in den Raum gestellte Frage.
Inhalt:
“Nein, alles klar.”

So.
Dank der Tücken der nonverbalen Kommunikation habe ich jetzt folgende Auswahlmöglichkeiten:

“Ist mir eigentlich völlig egal, ich hab gerade wenig Zeit, entscheide du das.”

“Ich hab keine Ahnung, wovon du sprichst, passt schon.”

“Na, vielen Dank, JETZT brauchst du auch nicht mehr fragen, mach einfach, was du willst.”

“Nein, alles klar.”

Hm.
(Hat Schulz von Thun eine Service-Hotline?)


Kann man T-Shirts selbst anbauen?

Juni 12, 2015

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by kira

So viel Plastikmüll fällt an, wenn man vier T-Shirts kauft und eine Jeans.
Da muss ich mir um die plastikumwickelte Bio-Gurke dann auch keine Gedanken mehr machen.
Oder halt erst recht.
Wie auch immer: Hmpf.


Gestern, beim Informationsgespräch hinsichtlich anstehender Untersuchungen.

Juni 11, 2015

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by oliver_symens_de

“Es könnten versehentlich umliegende Organe verletzt werden, eventuell würde das dann einen größeren Eingriff als geplant erfordern. Kleinere Verletzungen heilen normalerweise gut von allein, könnten sich aber auch entzünden, was unter Umständen einen erneuten Eingriff nach sich ziehen würde. Selten kommt es vor, dass sich Blutgerinnsel bilden, was unter Umständen lebensgefährlich werden kann. Sofern wir intubieren müssten, könnten Speiseröhre, Luftröhre oder Zähne in Mitleidenschaft gezogen werden, und sollten wir die Blutung aus welchen Gründen auch immer nicht in den Griff bekommen, dann erhalten Sie eine Bluttransfusion. Dabei könnten Sie sich, das ist natürlich sehr selten, mit irgendwelchen Krankheiten infizieren. Alles soweit klar?”
“Ja.”
“Falls Sie sich nach dem Eingriff unwohl fühlen, Bauchschmerzen, Kreislaufbeschwerden, Schwindelgefühle oder ungewöhnliche blaue Flecken auftauchen, falls Sie Fieber bekommen oder Ihnen übel wird, nicht mehr richtig sehen können oder Sie sich ungewöhnlich müde fühlen, falls Sie blass werden oder Ihnen irgendetwas in irgendeiner Art und Weise ungewöhnlich vorkommt, dann müssen Sie sofort wieder in die Klinik kommen.”
“Okay.”
“Noch irgendwelche Fragen?”
“Könnte ich vom OP-Tisch fallen?”
“Wie bitte?”
“Nein, keine Fragen.”
“Gut, dann einen schönen Tag noch.”

Nach so einem Informationsgespräch fühlt man sich doch gleich besser.


Uuuund – cut!

Juni 4, 2015

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by HckySo

Hast Du die Kinder schon eingecremt? – Wo ist die Schwimmtasche? – Nathalie, geh jetzt endlich deine Zähne putzen! – Mama, guck mal! – Liam, du musst jetzt auch aufstehen! – Mama! – Welche Schuhe soll ich anziehen? – Wo sind denn die von gestern? – Weiß ich nicht. – MAMA! – Zieh die Wanderschuhe an. – Hast du jetzt die Zähne geputzt? – Hast du die Kinder schon eingecremt? – MAMA! Guck mal! – Liam, geh jetzt mal ins Bad, ihr müsst los. – Nathalie, du sollst deine Zähne putzen! – Ich muss noch xy suchen. – Nathalie! – MAMA! – Die Hefeschnecken hat sich Nathalie ausgesucht, mach da bloß den Käse wieder runter! – Nathalie hör jetzt auf zu lesen und putz deine Zähne! – MAMA, ich will dir was zeigen! – Was willst du mir zeigen? – Nein, ich will doch Papa was zeigen, PAPA! – Wo ist die Reitkappe? – Wieso sind die Wanderschuhe noch im Auto? – Liam, komm, du musst auch Zähneputzen. – PAPA! – Du zeigst es dem Papa gleich, wenn ihr jetzt nicht losfahrt, dann kommt Nathalie zu spät. – Sind die Kinder eingecremt? – Nein! – Sag das doch! – Nathalie, zieh die Schuhe an, die Wanderschuhe sind noch im Auto. – PAPA! Guck mal!” – Gatte, guck halt mal kurz, sonst kommen wir hier nicht weiter! – Gleich. – PAPA! – Liam, komm, Schuhe anziehen. – Dann darf ich nicht mehr in die Küche, und ich will doch dem Papa meinen Stern zeigen! – Doch, ausnahmsweise darfst du dann noch mit Schuhen in die Küche. – Nathalie, komm zum Eincremen. – Liam, du auch. – NEIN! – Doch! – NEIN! – Doch! – NEIN! – Liam, komm jetzt her! – Iiih! Aaah! Oooh! Das klebt! – Das klebt nicht! – Doch! – Nein! – Doch! -Tschüs, Nathalie, viel Spass! – Ich hab dich lieb! – Ich dich auch! – Tschüs, Liam! – Nochmal drücken! – Tschüs, Mama! – Ich hab dich lieb! – Ich dich auch! – Ich dich auch! – Ich dich auch! Tschüs! – Tschüs!

Haustürklicken.

(Die Stille danach ist immer ziemlich beeindruckend.)


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