Eigentlich sehr einfach.

Mai 13, 2008


by philmciver

Am Samstag planten wir ein langes Wochenende am Achensee.
Wir gingen ins Detail.
Ein Campingurlaub sollte es werden, und wir hatten an alles gedacht. Im Bus stapelten sich Wechselklamotten, Frühstücksutensilien, Sonnencreme und Sandspielzeug. Die Picknickdecke polsterte das Laufrad, der Helm lag neben dem Inliner-Equipment im Fach über dem Fahrersitz, und den Grill hatten wir zusammen mit drei Klappstühlen in einer sich durchaus bildlich vorzustellenden Hauruck-Aktion aus der hintersten Kellerecke geholt.

Beim Grillwürstchen-Einkaufen jedoch hatten wir uns ein wenig vergaloppiert. Das Vorhaben, der Tochter mal eben noch ein Paar Sandalen zu besorgen, wuchs sich zu einer überraschend langen Aktion aus, weswegen wir beschlossen, uns am Sonntag dann sehr, sehr früh auf den Weg zu machen.

Sonntagmorgen waren wir gerade damit beschäftigt, die letzten wichtigen Kleinigkeiten in die Taschen zu stopfen, als Nathalie plötzlich auf ein kleines Müsli bestand.
Wir hätten uns nicht dazusetzen sollen.
Als wir uns endlich auf den Weg machten, lagen wir nicht mehr ganz so gut in der Zeit. Wir beschlossen, dies durch eine rasante Fahrweise auszugleichen, mussten uns dann aber doch dem Stau unterordnen, der sich gleich nach München vor uns in die Länge zog.

Zwanzig Minuten vor unserer Ankunft begann es zu schütten wie aus Eimern.
Man kann uns nicht vorwerfen, dass wir schnell aufgegeben hätten: gut verpackt saßen wir etwa zwei Stunden auf dem zum Campingplatz gehörenden Spielplatz, bevor wir frierend wieder nach Hause fuhren.
Der Achensee schimmert übrigens immer noch beeindruckend türkis, wenn sich die Regenwolken dunkel über ihm auftürmen. Sehr hübsch eigentlich.

Montagmorgen warfen wir ein paar Sachen in den Bus und fuhren zum Staffelsee.
Wir hatten einen ganz wunderbaren Tag. Die Tochter schwamm in Unterwäsche, die Enten starrten missmutig auf unsere beim Dorfbäcker organisierten Brötchen, und die Sonne schien noch abends warm auf uns herab, als wir den Bus irgendwo zwischen leuchtend gelben Rapsfeldern geparkt hatten, um unsere Grillwürstchen anzurichten.

Tief beglänzt fuhren wir nach Hause.

Was schließen wir daraus?
Der Staffelsee ist unser Schicksal.

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2 Antworten to “Eigentlich sehr einfach.”

  1. Manuela Says:

    Schade, dass das Wetter nicht mitgespielt hat … der Achensee ist ja doch sehr charmant und es ist schön hier.

    Liebe Grüsse
    Manuela, eigentlich vom Achensee aber jetzt in der Nähe von München wohnhaft 🙂

  2. goodytales Says:

    Wir waren schon einmal am Achensee, und es war wirklich sehr, sehr schön. Wir verbuchen es unter „So spielt das Leben“ und werden es bestimmt mal wieder versuchen. 🙂

    Du machst wirklich wunderschöne Bilder!
    (Ich habe mich sofort in das Bild verliebt, auf dem das Mädchen in die Luft geworfen wird.)


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