Wortlos.

April 24, 2009

dsc05439
by kira

Ich habe gerade in mehreren Anläufen versucht, dass ein oder andere Schicksal auf der Frühchen-Intensivstation darzustellen.
Ich gab das Vorhaben schließlich auf, da diese Mischung aus Entsetzen, Trauer, Mitgefühl und Pathos der Realität einfach nicht gerecht zu werden vermag.

Es kann alles so ganz, ganz anders kommen, und manchmal hilft nur, den Blick starr auf das eigene Kind zu richten, um sich nicht von den Verzweiflungswellen um einen herum fortreißen zu lassen.

Advertisements

7 Antworten to “Wortlos.”

  1. Katja Says:

    Manchmal sind Scheuklappen auch was Gutes. Es tut mir leid, dass es in der Neonatologie keine Einzelzimmer gibt. Das würde Euch vermutlich einiges an Kraft sparen. Ich hoffe, dass ihr den Zwerg bald zu Hause habt und Euer „normales“ Leben mit Baby endlich starten kann.

    (Und mal ganz ehrlich: wenn man eine schlimme Situation wieder und wieder verbalisiert, ist man häufig emotional wieder „drin“. Lass das doch besser. So sensationsgeil sind wir, mehr oder weniger stillen Leser, ja hier nun auch nicht.)

  2. kaleema Says:

    Ein schönes Bild, finde ich. Darauf lasst es sich einen Moment verweilen. Abschalten, die Welt außen vor lassen. Reicht doch, wenn Du Dich mit Deinen eigenen Ängsten plagst, mit Deiner eigenen Vezweiflung, den Fragen und der Wut.

  3. Lisa Says:

    Richte den Blick nicht darauf, was sein könnte oder was um Euch rum passiert, sondern richte Deinen Blick darauf, was der kleine Mann schon alles geschafft hat und schenke ihm Deine Zuversichtlichkeit.
    Er hat ganz viel Lebenskraft !
    Schenke ihm dieses Wissen und konzentriere Dich nur auf ihn.
    Du schwächst sonst nur Dich selbst, aber das bringt niemandem etwas.
    Flüstere ihm ins Ohr, wie stark er ist, flüstere ihm ins Ohr, wieviel Lebenskraft er hat. Sieh ihn gesund und kraftvoll, denn das ist er !

    Ich denke an Euch !

  4. cecie Says:

    seien sie so egoistisch sie können, das machen sie genau richtig. sie können den anderen nicht helfen und brauchen all ihre kraft für sich und den kleinen mann.

    das bild mit der kleinen hand rührt mich ganz tief im herzen. ich wünsche ihnen nur das allerbeste (und bin mir sicher, dass das auch weiterhin wird!)


  5. Es gibt kaum einen Ort, an dem vollkommenes innerstes Glück und grenzenlos tiefe Verzweiflung so nah beieinander liegen wie auf einer Frühchenstation.

    Wir drücken alle 6 Daumen!

  6. Vivian Says:

    Kira,
    ich denke ganz, ganz oft an Dich und schicke Euch gute Gedanken. Mein kleiner Mann ist knapp vier Monate alt und ich kann kaum ermessen, durch welch schwierige Zeiten Ihr gerade geht.
    Er wird es schaffen. Er wird es schaffen. Er wird es schaffen.
    Vivian

  7. goodytales Says:

    Diesmal mach ich’s nicht wie beim „Update“-Eintrag und hänge mein „Dankeschön“ hundert Tage später an, auf dass es kein Mensch mehr mitbekommt, sondern sage bereits nach zwei Tagen:
    Virtuell oder nicht, viele eurer Beiträge machen Mut – vielen Dank dafür.

    Und, Katja,
    hast Recht.


Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s