Sehr peinlich.

Juli 29, 2009

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by Michael Rosenberg

Bisher dachte ich ja, ich sei gewappnet.

Bis gestern der Sohn in der U-Bahn plötzlich aus den Tiefen des Tuchs auftauchte, laut und vernehmbar nach Luft ächzte und dann schildkrötengleich den Hals wieder einzog, wobei er noch einige Male vorwurfsvoll vor sich hin schnaufte.
Dann schlief er zufrieden weiter.

Mir dagegen fiel bis zum Ende der Fahrt leider überhaupt nichts ein, was mich mich von all den drückenden „Das arme Kind“-Gedankenblasen der Umstehenden hätte freisprechen können.

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8 Antworten to “Sehr peinlich.”

  1. Schussel Says:

    Hihi. Diese Schildkrötennummer hatte unserer auch drauf, genauso… jetzt lacht er die ganzen Leute immer fröhlich an, das hilft.

  2. goodytales Says:

    Wenn er gelacht hätte, statt sich zu gebärden, als hätte ich ihn seit sieben Minuten unter Wasser gedrückt, dann wär‘ mir das auch nicht ganz so unangenehm gewesen, glaube ich.

    • Schussel Says:

      Oh, das denk ich mir wohl. Lachen tut er ja auch erst jetzt. Den Schildkrötenblick damals hat er auch eher so wie beschrieben ausgeführt. Meist noch frisch aufgewacht, also mit hübsch rotem Schlafkopf und etwas verschlafenem Blick, was den Eindruck nicht unbedingt besser macht..

  3. Anja Says:

    Dein Sohn hat echt Humor 😉
    Wie er schon jetzt die Vorurteile der Umstehenden auf die Schippe nimmt…alle Achtung! 😀

    Gruß
    Anja (die froh ist, dass der Kleine endlich schläft und hofft, dass die Nachbarn die Tür ausnahmsweise mal nicht laut zuknallen lassen bzw nicht auf dem Flur ihren Alltag lauthals besprechen)

  4. haktyl Says:

    Mir würde gegen die Blicke der Umstehenden auch nicht so viel einfallen, aber vielleicht könnte man das nächste Mal so laut, daß man es hört aber so leise, daß es nicht um Entschuldigung heischend klingt, sagen: „Ja mein Kleiner, hier in der überfüllten U-Bahn ist keine gute Luft, aber wir sind ja gleich da.“ oder auch „Na du, schon wach, oder willst du (da drin) noch ein bißchen (gemütlich) schlafen?“ Vielleicht kann man so sein Gesicht als liebende und fürsorgende Mutter wahren, die ihr Kind kennt und die Situation einschätzen kann und nicht als ahnungslose Rabenmutter dastehen, die ihr Kind im Tuch fast ersticken lässt.
    Glücklicherweise ist mir so etwas noch nie passiert.*Schweiß von Stirn wisch*

  5. daskleinekra Says:

    Mein Lieblingsargument: Luft? wird völlig überbewertet! 😉

    lg daskleinekra

  6. wibbelanke Says:

    ich hätte dich nicht vorwurfsvoll angeschaut…höchstens gegrinst 😉
    das war sicher ein göttliches bild 😉


  7. Ich kann es mir bildlich vorstellen! *grins*
    Das arme Kind! 😉


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