Einmal grob fahrlässig, bitte.

November 8, 2009

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by Smabs Sputzer

Letzte Woche gab es in unserem Kindergarten ein Treffen mit einer anderen Einrichtung. Dienstag besuchten unsere Kinder deren Gruppe, Freitag kam besagte Gruppe zu uns.

So.

Soweit so gut.
Die Tochter war beglänzt, die Eltern fanden’s auch gut, von wegen Vernetzung und so.

Gestern nun war unsere verspätete Halloween-Party. (Die war ganz wunderbar, aber das nur am Rande.)

Eine der abholenden Mütter erwähnte dann beim üblichen Plaudern-während-man-auf-die-unwilligen-Kinder-wartet, dass es in der oben erwähnten Einrichtung ja nun die Schweinegrippe gäbe.
„Nee, nee, nee“, sagte ich, „das kann ja gar nicht sein. Die haben uns doch gestern erst besucht.“

Die Mutter wurde unsicher, überlegte hin, überlegte her, und wir einigten uns halbherzig darauf, dass sie da wohl etwas verwechselt haben müsse.

Hatte sie aber nicht.
Ich als Krankheitsphobikerin musste mich nämlich noch gestern Abend ans Telefon hängen, bis ich eine Bekannte erwischte, deren Sohn in diese eine Einrichtung geht. Ergebnis: SIEBEN von achtzehn Kinder haben dort derzeit die Schweinegrippe. Und zwar getestet, also kein „Fühlt-sich-so-an-könnte-schon-sein“-Äquivalent.

Der Bekannten war das ziemlich unangenehm, dabei kann sie ja gar nix dafür.
Aber was denken sich denn da die Betreuerinnen bitte?
Ich habe noch mit unserem Team telefoniert, und die fielen aus allen Wolken. Das wurde nicht erwähnt. Und es ist dort bereits seit vorletzter Woche bekannt.

Jetzt mal ehrlich: Die ticken doch nicht richtig.
Ich meine, also, dings, mir fehlen echt die Worte!
(Glaubt man gar nicht, nach dem bisherigen Text, wohl.)

Am liebsten würde ich dort irgend jemandem den Hals umdrehen.
Ja, die Einrichtungen werden nicht mehr geschlossen, aber SO locker muss man’s doch wohl auch nicht nehmen.
Mensch.

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7 Antworten to “Einmal grob fahrlässig, bitte.”

  1. Frau Nilsson Says:

    Mir bleibt der Mund offen stehen!!
    Und nun?
    Und machst du jetzt irgendwas? Euren Kindergarten darauf ansprechen?

  2. eva Says:

    Es gibt vermeidbare und unvermeidbare Risiken – das war definitiv ein vermeidbares Risiko! Das hat schon was von „Windpocken-Party“… :-/

    Dass Du auf 180 bist und Euer Team aus allen Wolken fiel, kann ich gut verstehen, hier ist doch eindeutig der andere Kindergarten in der (Informations-)Bringschuld!

    Ich hoffe, für Euren Kindergarten geht es gut aus und die Viren verschonen diese Einrichtung.

    Liebe Grüße,
    Eva

  3. mone Says:

    oh man….das ist ja wohl der hammer!
    ich glaub dir gern das du und das team auf 180 seit
    sowas darfs ja wohl nicht geben

    mensch ich drück die daumen, das ihr euch nicht angesteckt habt

  4. Frau Maus Says:

    Boah. Das ist ja schon fahrlässig und absolut verantwortungslos. Ich verstehe Ihre Wut und Fassungslosigkeit nur zu gut – die ticken wirklich nicht richtig!

    Beste Grüsse!

  5. goodytales Says:

    So langsam rutschen wir aus der Inkubationszeit heraus, und ich kühle etwas ab. Angst ist ein immenser Verstärker, wohl.

    Was ich mich vor diesem Hintergrund wirklich zum werweißwievielten Male frage ist: Wie schützen?
    Impfen? Sich mit Vorräten eindecken und und nicht mehr aus dem Haus gehen? Die Tochter vom Kindergarten abmelden?

    Für jede Variante gibt es überzeugte und überzeugende Vertreter, und ich fühle mich so verflixt unsicher.
    Wie handhabt ihr denn das?

    Unsere Kinderärztin ist komplett gegen die Impfung, bisher jedenfalls, und an sich vertraue ich ihr sehr.
    Eine Freundin, die Medizin studiert, ist ebenfalls gegen die Impfung, riet mir jedoch, wenn ich es unbedingt wollen würde, zumindest die Kinder mit dem in Österreich verwendeten Impfstoff zu impfen. Hieße also, nach Salzburg fahren und dort einen Arzt finden, der meine Tochter impft.
    Das klingt verrückt, oder?
    Menschmenschmensch.

  6. madameklutze Says:

    Einfach Ruhe bewahren !

    Keine Frage, das Aufeinandertreffen der Gruppen, wobei die eine wußte was Sache ist und die andere in Unwissenheit gelassen wurde, ist absolut nicht ok.

    Aber selbst Vertreter von diveren Pharmakonzernen, die den Impfstoff vertreiben, lassen sich z.T. nicht impfen ! Und das weiß ich aus absolut ganz sicherer, erster Quelle.

    Im Grunde genommen muß jeder für sich entscheiden, was er macht – impfen ja oder nein.
    Aber bitte bedenkt auch:

    es sterben tausende, jedes Jahr an Grippe, auch in Deutschland, nur wird dies nicht so medienwirksam mitgeteilt.

  7. Doktor Vogl Says:

    An apple a day keeps the cold away. Geht auch mit „onion“, wenn es der Lebensabschnittsgefährte erträgt. Ansonsten siehe madameklutze. Der Doc


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