Halsumdrehimpulse.

Januar 4, 2013

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by Potterazzi

Die furchtbarste Person, die man im Supermarkt in einer Warteschlange an der Kasse vor sich stehen haben kann, ist diese:

In ihrem Wagen befinden sich grob geschätzt 573 Produkte. Du selbst trägst ein einziges Brot unter’m Arm, aber sie kommt im Traum nicht auf die Idee, Dich zu fragen, ob Du mal eben vorgehen möchtest.

Sie beginnt genau dann damit, all ihre Einkäufe auf das Band zu legen, wenn die Person vor ihr bereits am Zahlen ist. Dafür benötigt sie zudem eine ziemlich lange Zeit, weil Gleiches bei Gleichem liegen muss. Die Kassiererin wiederum fängt mit dem Eintippen erst an, wenn sie einen Blick in den leeren Wagen geworfen hat.

Auch beim Einräumen muss alles eine gewisse Ordnung haben. Das wäre nicht weiter tragisch, wenn man nicht erst dann das Portemonnaie heraussuchen würde, wenn ALLES verstaut ist. Akkurat. Die Kassiererin hat also schon vor geraumer Zeit „45,97“ gesagt, Zahlaktionen werden aber erst (gefühlte) Stunden später eingeleitet.

Nun wird geguckt, ob man’s passend hat. Bedächtig im Kleingeld wühlend werden Kupfermünzen herausgekramt und ordentlich auf’s Laufband gelegt. Letztlich kommt man zu dem Ergebnis, dass es nicht reicht und sammelt daraufhin alle Münzen wieder ein.

Das Wechselgeld wird pedantisch verstaut und erst dann bequemt man sich, ein paar Schritte zur Seite zu gehen, damit Hintenanstehende endlich ihr Brot in Auftrag geben können.

In dem Moment, in dem die Kassiererin nach dem Brot greift, drängelt sich die furchtbarste Person, die man im Supermarkt in einer Warteschlange an der Kasse vor sich stehen haben kann, vor dich, um eine Tüte zu verlangen.

(Richtig kennengelernt habe ich diese gräßliche Person allerdings erst, als ich mich resolut wieder nach vorne schob und sagte: „Jetzt bezahle ich erst einmal mein Brot!“
Daraufhin wurde ich nämlich wüst beschimpft und zwar so lange, bis sich die Schiebetüren endlich hinter mir schlossen.)

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Eine Antwort to “Halsumdrehimpulse.”

  1. Workingmum Says:

    Ha, ich hatte vor geraumer Zeit mal ein ähnliches Erlebnis: Frau hinter mir schubste mir dauernd ihre Karre in die Hacken, so nach dem Motto „Beeile dich mal“. Ich hatte nur drei Dinge, ergo keinen Wagen, und musste diese nach dem Bezahlen erst mal wieder auf den Arm nehmen, da sagte diese Person ziemlich laut „Unmöglich, dise Bummelei da vorn …“ worauf ich ihr dann (und ich bin eigentlich sehr friedlich) klarmachte, dass ich dauerndes Geschubse das Unmögliche war … hat die T … aber nicht verstanden. Manchmal hilft beim Einkauf halt noch nicht mal mehr atmen, dann muss man einfach was sagen!


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