Augenblick.

April 25, 2013

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by timohmeyer

Vorhin im Kinderschuhladen wollte ein etwa Zweijähriger wirklich sehr, sehr gerne auf die Minirutsche.
Seine Mutter wollte das nicht.
Und nachdem der Junge erwartungsgemäß zu nölen anfing, hat seine Mama in den etwa vier Minuten, in denen sie ihn grob in seinen Buggy quetschte, folgendes zu ihm gesagt:

„Wenn du dich steif machst, dann muss ich dir halt weh tun. Deine eigene Schuld.“

„Du weißt genau, dass du keine Chance hast.“

„Ich zwick dich nur ein, deine Schuld.“

„Da kannst du schreien, wie du willst, mir doch egal.“

„Ja, brüll nur, brüll nur weiter. Ich geb‘ dir gleich Grund zu brüllen.“

Und jetzt wollen wir mal alle ganz stark hoffen, dass es sich hier nur um einen überforderten Moment gehandelt hat, in dem diese Mutter sich gar nicht mehr zu helfen wusste und ihr die Gefühlskälte fünf Minuten später (oder wenigstens eine halbe Stunde später) schon wieder leid tat und all das.
Und nicht um Alltag.

(Da kann die Sonne scheinen wie verrückt, so etwas zieht trotzdem runter.)

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2 Antworten to “Augenblick.”

  1. Jarg Says:

    Oje, da kann man wirklich nur wünschen, dass deine Hoffnung erfüllt wird. Leider sehe ich täglich solche Eltern … bei denen es nicht die Laune des Tages ist, sondern immer so abläuft. Und man merkt den Kindern es leider an.


  2. manchmal geben die Menschen, nur das weiter, was sie in der Kindheit selber erhalten haben – oder eben nicht erhalten haben – Liebe muss man erfahren.
    Liebe Grüsse zentao


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