Buchempfehlung, die Erste.

Oktober 22, 2016

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Es gibt eine Frau, eine Autorin, die quasi mit jedem ihrer Bücher genau das in Worte fasst, von dem ich mir wünsche, jemand möge es in Worte fassen.

Jeder, der sich mal vorsichtig in die pseudopädagogische Tyrannen-/Schlafzwang-/Früher war alles besser-Literatur hineingelesen und bereits nach den ersten Seiten ordentlich an seinen Kindern, sich selbst und der Welt im Allgemeinen gezweifelt hat, dürfte anschließend irgendwo in sich das Bedürfnis nach einer Alternative verspürt haben.
Man blickt also von den miesepetrigen Zeilen auf, in denen nach mehr Strenge geschrien wird, mehr Härte, mehr Konsequenz, mehr Unnachgiebigkeit, am besten versteckt hinter einem herzlichen Lächeln; auf der Suche nach einer Sicht auf die Welt und ihrer Kinder, bei der man sich nicht defizitär, weichherzig und irgendwie sowieso von Grund auf idiotisch fühlt. Wenn man dann nicht das Glück hat, zufällig auf ‚Slow Family‘ zu gucken, liest man vielleicht stattdessen gerade diesen Blogeintrag.
Wäre auch in Ordnung.

‚Slow Family‘ sei denen ans Herz gelegt, die inmitten einer von Druck und Leistungsorientierung geprägten Gesellschaft, in der alles immer nur funktionieren, funktionieren funktionieren muss, sich selbst und ihren Kindern zuliebe mal einen Gang herunterschalten möchten. Um aufzutanken, aufzunehmen, sich einzulassen auf das, was unsere Welt lebenswert und besonders macht.
Diese Dinge gibt es nämlich, man sieht nur nicht mehr viel davon, wenn man den ganzen Tag damit beschäftigt ist, seine Kinder zu optimieren und sich selbst dabei zu verbiegen.

Ich persönlich sehe meine Kinder lieber in sich ruhend und auf ihre Stärken vertrauend, statt unterfüttert mit Leistungsnachweisen von außen, selbst wenn die ihnen vielleicht sogar bescheinigen, dass sie perfekt sind.
Daher zum Abschluss dieses Eintrags ein Zitat. Aus DEM Buch. Klar.

„Es ist höchste Zeit, langsamer zu werden. Allerhöchste Zeit. Sonst verpassen wir die besten Jahre mit unseren Kindern. Zeit, die wir nie wieder zurückholen können. Und gleichzeitig darf das „Nimm dir Zeit“ nicht zum nächsten Punkt auf der Du-bist-nicht-gut-genug-Liste werden, die uns unter Druck setzt.
Deshalb ist dieses Buch eine Anstiftung, das zu tun, was in der Familie wichtig ist. Konsequent. Erhobenen Hauptes. Und hüpfenden Schrittes.“

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