Was tun zwischen 13:22 Uhr und 15:11?

November 16, 2016

14348575705_3549785a24_n
by Brian 104

Man geht mit dem Hund.
Nur mal so eben. Nicht so wirklich lange, weil es nämlich regnet wie aus Kübeln.
Der Hund allerdings kämpft – pädagogisch wertvoll – mit einem anderen Hund und verliert.
Dauernd.
Das bedeutet wiederum, dass der eigene Hund ständig unten liegt und sich wälzt und windet, und wie gesagt:
Es regnet.
Aus Eimern.
Und die Theresienwiese ist heute mal nicht so RICHTIG sauber.

Man geht also mit einem vor klebrigem Schmutz starrenden Drecksköter wieder nach Hause.
Tritt dabei blöderweise in einen Hundehaufen, der unter Blättern verborgen war, und während man noch damit beschäftigt ist, den Mist mit Stöckchen und in Pfützen wieder abzukratzen, stellt man eher nebenbei fest, dass der Hund wiederum damit beschäftigt ist, Kotze aufzuschlabbern.

Hochgradig erregt kommt man dann zu Hause an.
Der Hund muss geduscht werden, nix geht mehr.
Sorgfältig zieht man die ekligen Schuhe vor der Haustür aus, muss allerdings den ekligen Hund leider mit reinnehmen.

Drinnen hält man ihn dann mit einer Hand davon ab, sich an der weißen Wand zu reiben.
Das tut er dafür dann an den Hosenbeinen, ist aber das kleinere Übel.
Man zerrt ihn ins Bad und der Hund ahnt Böses. Er kann sich auf den glatten Fliesen nirgendwo festkrallen, aber er kann sich auf den Boden werfen und einen Schmutzstreifen von der Schwelle bis zur Dusche hinterlassen.
Einen breiten.
An der Toilette versucht er auch noch, sich festzuhalten.

Jetzt.
Das Tier in die Dusche.
Großes Jaunern und Jammern auf Seiten des Hundes und ein bisschen auch auf der Seite der Hundehalterin.
Als er endlich über den Rand gehievt ist, sieht die Dusche aus wie Sau.
Korrigiere: Nicht nur die Dusche.

Während des Duschens dann versucht die Töle ein ums andere Male aus der Dusche zu entkommen, was dann wiederum bedeutet, dass sich etwa alle vier Sekunden ein klatschnasser, dreckiger Riesenhund gegen diejenige wirft, die eigentlich nicht mitduschen wollte.
Eben noch nur dreckig, jetzt auch noch nass. Etwa bis zum Haaransatz.
Ab und an muss der Hund sich schütteln und einmal entgleitet der Duschkopf einer nassen Hand, aber was dabei durch die Gegend spritzt, ist wenigstens nur sauberes Wasser.

Triefend finden wir uns neben der Dusche wieder, wo der geduschte Köter abgetrocknet wird.
Die Tatsache, dass das blütenweise Handtuch danach kackbraun ist, macht schon irgendwie deutlich, dass die Bemühungen mehr so vergeblich waren.

Danach zieht man sich komplett um und putzt das Bad. Auch die Wände und das Waschbecken.
Dann den Flur.
Beim Putzeimerauffüllen fällt einem die Zahnbürste des Gatten in das Putzwasser. Man spült sie heiß ab, besinnt sich eines Besseren und wirft sie in den Mülleimer.

Dann versucht man, den verstopften Abfluss wieder frei zu bekommen, derweil der Hund sich an allem schubbert, was in seine Reichweite kommt.

Am Ende hat man eine geputzte Wohnung, einen aufgeplusterten Hund, überalll nasse Hundehaare und ist ein bisschen erschöpft.

3 Antworten to “Was tun zwischen 13:22 Uhr und 15:11?”

  1. Eva Says:

    Die Geschichte kenne ich persönlich sehr gut. Wirklich. Nur eines, das kenne ich nicht. DIE ZAHNBÜRSTE!!!😀 Darf ich den ersten Gedanken, diese dem Mann, heiß gespült, weiter zu überlassen, sehr amüsant finden??!!!


Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s