Archive for the 'Minttu' Category

Weil deshalb:

Januar 22, 2017

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by kira

Mich hat neulich eine Freundin gefragt, warum ich im Blog derzeit so viel über den Hund schreibe und so wenig über das Buch.
Gute Frage.
Ich musste so lange darüber nachdenken, dass ich zwischenzeitlich noch zwei weitere Beiträge über den Hund verfasst habe.

Ich glaube, es liegt daran, dass ich tief in meinem Herzen ein „Ach, Frau Goodytales, sie sind ja AUCH da“-Typ bin.
Und mein derzeitiger Canossa-Gang, auch Marketing genannt, führt dazu, dass ich beispielsweise tatsächlich minutenlang auf den Senden-Button starre, bevor ich es endlich hinbekomme, einem Buchblog, der sich nach eigenen Angaben für Jugendbücher, Musik, Badboys UND Liebesstorys interessiert, ganz dezent auf „Keep on Dreaming“ hinzuweisen.
Danach halte ich mich weitere Minuten davon ab, noch irgendetwas in Richtung „Entschuldigen Sie die Störung“ hinterherzuschicken.

Auf Facebook trenne ich auch weitestgehend hübsch säuberlich zwischen Blogger-Ich und Autoren-Ich, und so ganz insgesamt kommt es mir auf eine für mich selbst nicht nachvollziehbare Art unangemessen vor, auf MEINEM Blog Eigenwerbung für MICH selbst zu machen.

Versteht das jemand?

Okay, ich versteh’s auch nicht so recht, aber isso.

Aber wo ich jetzt schon mal dabei bin:
„Keep on Dreaming“ verkauft sich wunderbar, das direkte Feedback ist sehr, sehr schön, nur die Zahl der Rezensionen ist in Anbetracht der Verkäufe etwas schwächelnd.

Entschuldigen Sie die Störung.
*hüstel*

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War ja klar.

Dezember 6, 2016

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by Nathalie

Die Tage habe ich mir einen Füllfederhalter gekauft.
So einen, wo man sich hin und wieder denkt: „Irgendwann kaufe ich mir mal so einen Füllfederhalter!“
Der Gedanke, damit mein erstes Buch zu signieren, schien mir ein ausreichend würdevoller Moment dafür zu sein, und deshalb.

Beseelt eilte ich also heimwärts, in einer edlen Tüte (ja, ich weiß, ein Widerspruch in sich) eine noch edlere Schachtel schlenkernd, oder besser nicht allzusehr schlenkernd, denn neben der noch edleren Schachtel befand sich auch ein Tintenfässchen, Deep Sea Green, und mein Herz hopste ein wenig vor lauter Vorfreude.

Zu Hause dann die Ernüchterung:
Der Konverter des Füllfederhalters war defekt.
Ich tunkte und drehte, tunkte und schraubte, tunkte tiefer und fluchte dabei leise vor mich hin.
Kaputt.

Einen Tag später stand ich mit edler Tüte, Schachtel und Tintenfass wieder in dem Laden, in dem man Füllfederhalter fürs Leben kaufen kann, und packte doch irgendwie vorwurfsvoll alles auf den ebenfalls sehr edlen Verkaufstresen.

„Anscheinend ist der Konverter defekt“, sagte ich sehr höflich.
„Darf ich mal?“, fragte der Verkäufer noch höflicher, schraubte das gute Stück auseinander, dippte die Spitze des Füllfederhalters ins Fässchen und drehte den Konverter auf.

Unnötig zu erwähnen, dass der sich mit Tinte füllte, als habe das illoyale Ding nie etwas anderes getan.

„Sie müssen die Spitze des Füllers tiefer eintauchen“, sagte der Verkäufer ein bisschen sehr nonchalant.
„Hab‘ ich ja gemacht!“, erwiderte ich ein bisschen sehr trotzig, was dann leider den Dusselchen-Effekt noch etwas verstärkte.

In des Verkäufers Augen stand ganz klar ein „Die kann nur mit Kulis“-Blick, und bevor in mir der Wunsch, ihn mit meinem Füllfederhalter zu erstechen, übermächtig werden konnte, zog ich meine Restwürde enger um mich und verabschiedete mich hoheitsvoll.

(In dreißig Jahren werden mein wunderschöner Füllfederhalter und ich einander anblicken und gemeinsam darüber lachen.)

Atmen.

Dezember 1, 2016

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by Karl Jacobsen

Die Spedition.
Rückt.
Die Bücher nicht raus!

(Habe gerade kleine Voodoopuppenspeditionswagen gebastelt. Der Hund guckt schon interessiert.)

Was man morgens zwischen halb drei und Viertel nach fünf so alles tun kann.

November 29, 2016

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by Caerwynt Loops

Dem Hund dabei zuhören, der sich von seiner Matte in den Flur und wieder zurück bewegt.

Lichtbahnen an der Zimmerdecke beobachten, die sich einmal quer vom Fenster bis zur Wand bewegen, weil ein Auto in die Tiefgarage fährt.

Sich darüber grämen, dass man den ganzen nächsten Tag über müde sein wird.

Die Position siebenundfünfzigmal wechseln, in der Hoffnung, dass der Schlaf einen doch noch findet.

Eine Weile versuchen, ein Buch zu lesen, dies aber aufgeben, nachdem man feststellen muss, dass der Inhalt nicht so recht durchzudringen vermag.

Sich ganz eng in die die Laken wickeln, schwitzen, sich wieder auswickeln.

Den Rechner zu sich ziehen und gefühlt völlig allein in den Weiten des virtuellen Netzes herumwandern.

Ein paar Mails schreiben.

Bilder zu „Night“ und „lonely“ suchen und sich anschließend gruseln.

„Na toll, in einer Dreiviertelstunde klingelt der Wecker“, denken.

Gottverflucht nervös sein.

Taadaaa!

November 19, 2016

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Nach unzähligen Büchern, die ich für meine Kinder vorgelesen habe, angefangen von Bobo Siebenschläfer und der kleinen Raupe Nimmersatt, über Pettersson und Findus, dem Drachen Kokosnuss und die Kinder aus Bullerbü, bis hin zu Harry Potter, Laura Ingalls Wilder und dem Herrn der Ringe – lese ich jetzt mal so angelegentlich aus meinem eigenen Buch.
Für die Ink Rebels Homepage.

Und zwar hier.

Und wenn ich jetzt noch dazusage, dass ich dies mehr oder minder alleine in meinem Kleiderschrank tat (damit es nicht so hallt), aber trotzdem aufgeregt war wie die Hölle – dann könnt ihr euch vielleicht ansatzweise vorstellen, was abgehen wird, sollte ich jemals vor einem Publikum lesen, das aus mehr als zwei Personen besteht.
Welche Nathalie und Liam heißen.

Dürfte ich höflicherweise um Aufmerksamkeit bitten?

Oktober 25, 2016

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Nachdem ich an anderer Stelle diesbezüglich bereits ein wenig über die Stränge geschlagen bin, weise ich hier nun lediglich sachlich und nüchtern darauf hin, dass ‚Keep on Dreaming‘ seit einigen Stunden vorbestellbar ist.

Das ist mein Buch, erwähnte ich das?
‚Keep on Dreaming‘, meine ich.
Mein Buch.
Vorbestellbar.
Bei amazon.
Jawohl.

Ach, könntet ihr mich doch jetzt sehen, in all meiner souveränen Gelassenheit, wie ich jetzt aufstehe, den hier anwesenden Blogbesuchern noch einmal freundlich zunicke, und den Raum dann verlasse, um in eine Tüte zu atmen.

Proudly, proudly, proudly presents:

Oktober 7, 2016

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Das Ergebnis von langen Nächten voller Diskussionen, Visionen und wildem Gelächter – ich freu‘ mich, euch dort zu sehen. ❤

Jetzt bitte …

Oktober 1, 2016

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… ist das schön?

(Falls mich jemand sucht: Ich sitze hier und stupse ab und zu den Rechner an, damit das Bild nicht verschwindet.)

Nur mal so erwähnt. Dezent. Am Rande.

September 27, 2016

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by Kira

Ja, das darf man liken. Gerne sogar.

(Für eine, die im Allgemeinen dazu neigt, darauf zu warten, dass jemand versehentlich über sie drüberfällt, ist das ein großer Schritt. Aber wie hat eine Freundin auf FB neulich so richtig zitiert:
„Aus taktischen Gründen leise zu treten, hat sich noch immer als Fehler erwiesen.“)

On your marks.

September 21, 2016

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by Kira

Ziemlich genau vor zwei Jahren schrieb ich den ersten Satz eines Buchs.
Drei Monate später, nach dem letzten Satz, bewarb ich mich damit hoffnungsfroh bei einer Agentur, bekam einen Vertrag, sah meinem Manuskript hinterher, das zur Kinder- und Jugendbuchmesse nach Bologna fuhr (ohne mich, leider), vernahm mit Freuden, dass mehrere Verlage Interesse angemeldet hätten, und dann passierte – nichts.

Ich schrieb einen Nachfolger.

Mit diesem machte sich meine Agentur ein Jahr später ein weiteres Mal auf zur Kinder- und Jugendbuchmesse nach Bologna, ich winkte heftig, noch mehr Verlage hatte Interesse und es passierte – genauso wenig.

Derzeit kaufen Verlage gerade im Jugendbuchsektor echt zurückhaltend ein, hieß es.
Immerhin hast du eine Agentur, hieß es.
Du bist zu ungeduldig, hieß es.
Was erwartest du, zwischen meinem ersten Satz und meiner ersten Veröffentlichung lagen vier Jahre! Sieben! Elf! Einundzwanzig!

Und während ich ein bisschen griesgrämig solchen Sätzen lauschte, schrieb ich noch ein Buch. Und noch eins. Und noch eins. Fing ein weiteres an.
Und wartete. Wartete. Wartete.
Irgendwann dachte ich: Jetzt.
Jetzt.
JETZT soll etwas passieren.

Ausnahmsweise einmal passgenau dachten vier Kolleginnen zu diesem Zeitpunkt sehr ähnlich. Und mit diesen vier Kolleginnen schloss ich mich in den letzten Wochen unter einem Label zusammen.
Vereint in einer Mischung aus Schreibwahn, Fabulierlust und Tatendrang bringen wir das Ding demnächst an den Start, und jetzt frag mich mal eben jemand, ob ich aufgeregt bin.