100 Dinge – Ding 29 bis 33

November 20, 2016

Eine T-Shirt-Runde. Nicht wirklich passend zur Jahreszeit, aber sie verderben ja nicht und sehen auch in einigen Monaten noch schmuck aus.
(Und wenn der Winter so wird wie im letzten Jahr, kann man sie Weihnachten auch schon tragen.)

Alle Shirts sind ähnlich groß, und die überwiegende Etikettenmeinung pendelt sich auf 116 ein, mit leichter Tendenz zu 110.

Wir beginnen mit einem hellblauen Shirt von Lego Wear, das sehr nett Liams lang anhaltende Chima-Leidenschaft vermittelt.
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Um diese Leidenschaft zu verdeutlichen, setze ich dieses Shirt gleich hinterher, auch von Lego Wear, klar. Erkläre mir mal eben jemand, wie ich mich dazu habe hinreißen lassen können, für ein T-SHIRT knappe 25,- Euro auszugeben? Egal. Immerhin hat er’s sehr geliebt.
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Die Mutter dagegen hegte eine heimliche Leidenschaft für Tiger. Deshalb gibt’s auch Tigershirt Eins …
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… und direkt dahinter Tigershirt Zwei. Beide Shirts sind von zara, eines ist mit Größe 110, das andere sogar mit Größe 104 versehen. Beide sind allerdings genauso groß oder sogar größer als Legos veranschlagtes 116, und da Liam die Shirts im Sommer noch perfekt gepasst haben, würde ich sagen, das kommt eher hin.
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Das letzte Shirt spiegelt ebenfalls eine von Liams Leidenschaften wider, allerdings ist diese seit einiger Zeit doch etwas am Abflauen. Auf moosgrünem Hintergrund ist schlicht und schön Liams langjähriges Lieblingstier zu erkennen. Das Shirt ist eine Quasi-Spezialanfertigung und in dieser Kombination höchstwahrscheinlich nicht allzu häufig anzutreffen.
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Wer Interesse an den Shirts hat oder jemanden kennt, der sich darüber freuen würde, der sendet mir eine kurze Mail (goodytales@gmx.de) oder demjenigen einen Hinweis.
Genauere Informationen findet ihr hier.

100 Tage & 100 Dinge ist eine Spendenaktion zugunsten von
MSF – Ärzte ohne Grenzen.
Falls ihr spenden wollt, dann tut das doch bitte über meinen persönlichen Spendenlink. 🙂

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Taadaaa!

November 19, 2016

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Nach unzähligen Büchern, die ich für meine Kinder vorgelesen habe, angefangen von Bobo Siebenschläfer und der kleinen Raupe Nimmersatt, über Pettersson und Findus, dem Drachen Kokosnuss und die Kinder aus Bullerbü, bis hin zu Harry Potter, Laura Ingalls Wilder und dem Herrn der Ringe – lese ich jetzt mal so angelegentlich aus meinem eigenen Buch.
Für die Ink Rebels Homepage.

Und zwar hier.

Und wenn ich jetzt noch dazusage, dass ich dies mehr oder minder alleine in meinem Kleiderschrank tat (damit es nicht so hallt), aber trotzdem aufgeregt war wie die Hölle – dann könnt ihr euch vielleicht ansatzweise vorstellen, was abgehen wird, sollte ich jemals vor einem Publikum lesen, das aus mehr als zwei Personen besteht.
Welche Nathalie und Liam heißen.


Was tun zwischen 13:22 Uhr und 15:11?

November 16, 2016

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by Brian 104

Man geht mit dem Hund.
Nur mal so eben. Nicht so wirklich lange, weil es nämlich regnet wie aus Kübeln.
Der Hund allerdings kämpft – pädagogisch wertvoll – mit einem anderen Hund und verliert.
Dauernd.
Das bedeutet wiederum, dass der eigene Hund ständig unten liegt und sich wälzt und windet, und wie gesagt:
Es regnet.
Aus Eimern.
Und die Theresienwiese ist heute mal nicht so RICHTIG sauber.

Man geht also mit einem vor klebrigem Schmutz starrenden Drecksköter wieder nach Hause.
Tritt dabei blöderweise in einen Hundehaufen, der unter Blättern verborgen war, und während man noch damit beschäftigt ist, den Mist mit Stöckchen und in Pfützen wieder abzukratzen, stellt man eher nebenbei fest, dass der Hund wiederum damit beschäftigt ist, Kotze aufzuschlabbern.

Hochgradig erregt kommt man dann zu Hause an.
Der Hund muss geduscht werden, nix geht mehr.
Sorgfältig zieht man die ekligen Schuhe vor der Haustür aus, muss allerdings den ekligen Hund leider mit reinnehmen.

Drinnen hält man ihn dann mit einer Hand davon ab, sich an der weißen Wand zu reiben.
Das tut er dafür dann an den Hosenbeinen, ist aber das kleinere Übel.
Man zerrt ihn ins Bad und der Hund ahnt Böses. Er kann sich auf den glatten Fliesen nirgendwo festkrallen, aber er kann sich auf den Boden werfen und einen Schmutzstreifen von der Schwelle bis zur Dusche hinterlassen.
Einen breiten.
An der Toilette versucht er auch noch, sich festzuhalten.

Jetzt.
Das Tier in die Dusche.
Großes Jaunern und Jammern auf Seiten des Hundes und ein bisschen auch auf der Seite der Hundehalterin.
Als er endlich über den Rand gehievt ist, sieht die Dusche aus wie Sau.
Korrigiere: Nicht nur die Dusche.

Während des Duschens dann versucht die Töle ein ums andere Male aus der Dusche zu entkommen, was dann wiederum bedeutet, dass sich etwa alle vier Sekunden ein klatschnasser, dreckiger Riesenhund gegen diejenige wirft, die eigentlich nicht mitduschen wollte.
Eben noch nur dreckig, jetzt auch noch nass. Etwa bis zum Haaransatz.
Ab und an muss der Hund sich schütteln und einmal entgleitet der Duschkopf einer nassen Hand, aber was dabei durch die Gegend spritzt, ist wenigstens nur sauberes Wasser.

Triefend finden wir uns neben der Dusche wieder, wo der geduschte Köter abgetrocknet wird.
Die Tatsache, dass das blütenweise Handtuch danach kackbraun ist, macht schon irgendwie deutlich, dass die Bemühungen mehr so vergeblich waren.

Danach zieht man sich komplett um und putzt das Bad. Auch die Wände und das Waschbecken.
Dann den Flur.
Beim Putzeimerauffüllen fällt einem die Zahnbürste des Gatten in das Putzwasser. Man spült sie heiß ab, besinnt sich eines Besseren und wirft sie in den Mülleimer.

Dann versucht man, den verstopften Abfluss wieder frei zu bekommen, derweil der Hund sich an allem schubbert, was in seine Reichweite kommt.

Am Ende hat man eine geputzte Wohnung, einen aufgeplusterten Hund, überalll nasse Hundehaare und ist ein bisschen erschöpft.


Sind die nicht süß?

November 13, 2016

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Das war eine rein rhetorische Frage, die Dinger waren total süß, und kein Einziges blieb übrig.
Im Hintergrund ist übrigens einer der ‚Oh-verdammt-ich-habe-vergessen-Teller-zu-besorgen!‘-Teller zu sehen. Der dm-Markt war mein Retter: minimalistische Spinnendeko auf weißer Pappe, ich würde ja sagen, fiel keinem auf, weil ohnehin alle nur in die Mitte des Tisches starrten.

Darauf zum Beispiel:
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Der Kinderbeitrag mal wieder. Die Schokokussmonster werden jedes Jahr netter, finde ich, aber vielleicht bilde ich mir das auch nur ein, weil ich jedes Mal so entzückt von den Dingern bin.

Dahinter steht der Käsekuchen: bisschen Schokotorte, bisschen Marzipandecke, viele Schaumzuckermäuschen – fertig.
(Nachdem ich diese Idee, die mir vergangene Nacht gekommen war, umgesetzt hatte, stand ich eine Weile vor dem spinnenwebverhangenen Spiegel und war stolz auf mich.)

Dreizehn Kinder fielen heute mit Zuckerschock und Honigkuchenpferdgrinsen in ihre Betten.
Ich korrigiere: Sechs davon fielen in unsere Betten.
Die Bande wird morgen noch abgefrühstückt, aber dann – ist Halloween 2016 tatsächlich vorbei.


Guter Hund.

November 12, 2016

Ich steh‘ gerade in der Küche und back so vor mich hin, für die einigermaßen verspätete Halloweenparty, die hier heute steigen wird, und natürlich muss ich dabei Musik hören. Ohne geht nicht.

Bei diesem Lied hier

kam gerade der Hund rein, legte sich hin und sieht jetzt seit einigen Musikvideos so aus:
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(Er kann es ja nur ganz schlecht ertragen, wenn ich mitsinge, aber offenbar haben wir dennoch einen sehr ähnlichen Musikgeschmack.)


– tilt –

November 9, 2016

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by IoSonoUnaFotoCamer

Der Wunsch, sich einfach umzudrehen, wegzugehen, die eigenen Ansichten und Werte stur weiter hochzuhalten und am liebsten auszublenden, was in anderen Ecken der Welt gerade passiert, ist nachvollziehbar – ich selbst wünsche mir derzeit eine Insel.
Besser noch eine Parallelwelt.

Die eigentliche Herausforerung liegt aber wohl darin, mit den Trumps und Petris und Orbans und Le Pens und Wilders‘ und wie sie alle heißen, sowie mit deren Anhängern im Gespräch zu bleiben und ihnen die eigenen Ansichten und Werte stur weiter entgegenzustrecken.
Möglichst ohne dabei die ganze Zeit zu schreien.


Mama! Ich bin im Bad!

November 2, 2016

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by Michael Lewkowitz

Der Sohn hat versehentlich seinen allerersten Wackelzahn verschluckt, und unbedachterweise habe ich dem tränenüberströmten Kind versprochen, noch einmal danach zu suchen.

Mütter.


Gestern, im Perlacher Forst.

Oktober 27, 2016

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Prüfend guckt die mir entgegenkommende Frau erst auf Seal, dann zu mir.
„Haben Sie keinen Ball dabei?“, fragt sie.

Hä?, denke ich, wieso soll ich denn einen Ball dabei haben?
Und überhaupt, was geht die das an? Ist doch wohl ganz allein meine Sache, ob ich der Töle einen Ball mitnehme! Im Wald braucht sowieso kein Hund einen Ball! Wie anmaßend! Wie diese anderen Mütter immer, die beim kleinsten Kieks meines Kindes vorwurfsvoll in meine Richtung irgendetwas in Richtung ‚Oh, du Armes, du hast bestimmt Hunger‘ flöteten.

„Nein“, sage ich ein wenig indigniert, nichtsdestotrotz freundlich. „Ich nehme eigentlich nie Spielzeug mit in den Wald.“

Beide gucken wir uns verwirrt-zurückhaltend an.
Dann erwidert die Frau vorsichtig:
„Ich fragte, ist da ein Kangal dabei?“

Ähm.


Dürfte ich höflicherweise um Aufmerksamkeit bitten?

Oktober 25, 2016

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Nachdem ich an anderer Stelle diesbezüglich bereits ein wenig über die Stränge geschlagen bin, weise ich hier nun lediglich sachlich und nüchtern darauf hin, dass ‚Keep on Dreaming‘ seit einigen Stunden vorbestellbar ist.

Das ist mein Buch, erwähnte ich das?
‚Keep on Dreaming‘, meine ich.
Mein Buch.
Vorbestellbar.
Bei amazon.
Jawohl.

Ach, könntet ihr mich doch jetzt sehen, in all meiner souveränen Gelassenheit, wie ich jetzt aufstehe, den hier anwesenden Blogbesuchern noch einmal freundlich zunicke, und den Raum dann verlasse, um in eine Tüte zu atmen.


Buchempfehlung, die Erste.

Oktober 22, 2016

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Es gibt eine Frau, eine Autorin, die quasi mit jedem ihrer Bücher genau das in Worte fasst, von dem ich mir wünsche, jemand möge es in Worte fassen.

Jeder, der sich mal vorsichtig in die pseudopädagogische Tyrannen-/Schlafzwang-/Früher war alles besser-Literatur hineingelesen und bereits nach den ersten Seiten ordentlich an seinen Kindern, sich selbst und der Welt im Allgemeinen gezweifelt hat, dürfte anschließend irgendwo in sich das Bedürfnis nach einer Alternative verspürt haben.
Man blickt also von den miesepetrigen Zeilen auf, in denen nach mehr Strenge geschrien wird, mehr Härte, mehr Konsequenz, mehr Unnachgiebigkeit, am besten versteckt hinter einem herzlichen Lächeln; auf der Suche nach einer Sicht auf die Welt und ihrer Kinder, bei der man sich nicht defizitär, weichherzig und irgendwie sowieso von Grund auf idiotisch fühlt. Wenn man dann nicht das Glück hat, zufällig auf ‚Slow Family‘ zu gucken, liest man vielleicht stattdessen gerade diesen Blogeintrag.
Wäre auch in Ordnung.

‚Slow Family‘ sei denen ans Herz gelegt, die inmitten einer von Druck und Leistungsorientierung geprägten Gesellschaft, in der alles immer nur funktionieren, funktionieren funktionieren muss, sich selbst und ihren Kindern zuliebe mal einen Gang herunterschalten möchten. Um aufzutanken, aufzunehmen, sich einzulassen auf das, was unsere Welt lebenswert und besonders macht.
Diese Dinge gibt es nämlich, man sieht nur nicht mehr viel davon, wenn man den ganzen Tag damit beschäftigt ist, seine Kinder zu optimieren und sich selbst dabei zu verbiegen.

Ich persönlich sehe meine Kinder lieber in sich ruhend und auf ihre Stärken vertrauend, statt unterfüttert mit Leistungsnachweisen von außen, selbst wenn die ihnen vielleicht sogar bescheinigen, dass sie perfekt sind.
Daher zum Abschluss dieses Eintrags ein Zitat. Aus DEM Buch. Klar.

„Es ist höchste Zeit, langsamer zu werden. Allerhöchste Zeit. Sonst verpassen wir die besten Jahre mit unseren Kindern. Zeit, die wir nie wieder zurückholen können. Und gleichzeitig darf das „Nimm dir Zeit“ nicht zum nächsten Punkt auf der Du-bist-nicht-gut-genug-Liste werden, die uns unter Druck setzt.
Deshalb ist dieses Buch eine Anstiftung, das zu tun, was in der Familie wichtig ist. Konsequent. Erhobenen Hauptes. Und hüpfenden Schrittes.“